Wir haben es gesehen!

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Moderator: Samogonshik

Wir haben es gesehen!

Beitragvon kamikaze am 15.05.2006, 00:15

Wir haben es gesehen

In einem Extra-Raum weitab vom Messetrubel zeigte THQ die aktuelle Version von Stalker, dem ukrainischen Duke Nukem Forever. Wir haben uns das Programm gut eine Stunde präsentieren lassen. Irgendwo in der verbotenen Zone rund um den Reaktor von Tschernobyl: Helikopter nähern sich. Es ist das Militär, das ein Lager von Stalkern entdeckt hat und nun angreift. Auf Geheiß stürzt sich der Held des Spiels mit in den Kampf, der auf einem verlassenen Industriegelände tobt. Viele der Soldaten, mittlerweile am Boden, verschanzen sich hinter Containern, wagen sich immer nur mal wieder kurz heraus, um ein paar gezielte Schüsse abzugeben. Ebenso verfahren die befreundeten Stalker. Wer sich zu weit aus der Deckung wagt, ist in der nächsten Sekunde auch schon tot. Man sieht dank strahlend blauem Himmel einfach zu gut. Die Schießerei dauert dennoch eine ganze Weile, doch am Ende haben die Zonen-Bewohner die Eindringlinge erledigt. Die gleiche Situation ein paar Minuten später -- bei bedecktem Himmel, dichtem Regen. Wo vorher Freund und Feind noch gut durch die Farben der Anzüge unterscheidbar waren, versumpft nun alles in Matschegrau. Der Kampf dauert noch länger, ist aber ungleich intensiver noch. Bei dem spannenden Gefecht handelte es sich laut THQ nicht um eine Besonderheit. So etwas soll in Stalker alle naselang passieren. Wieder ein paar Minuten später: Der Held wagt sich in den Untergrund. Dank eines Nachtsichtgeräts und einer Taschenlampe behält er dort den Überblick. Doch Vorsicht, das Licht der Lampe kann ihn verraten. Das passiert auch recht schnell. Ein Bloodsucker, ein Vampir-artiger Mutant, der sich unsichtbar machen kann, greift an. Gelegentlich fällt seine Tarnung, der Held kann ihn orten und erledigen. Weiter geht es durch die finsteren Tunnel, in denen zuweilen aus kleinen radioaktiven Pfützen ein grüner Schein aufsteigt. Der Geigerzähler knarzt bedrohlich. Dann ein Licht am Ende eines Tunnels, ein Blick auf den PDA verrät, dass es sich um einen weiteren Stalker handeln muss. Ist er dem Helden wohl gesonnen? Ein paar Schüsse später wissen wir: Nein, er war es nicht. Weitere Feinde tauchen auf, warten auch mal hinter Ecken oder nehmen unseren Stalker vom Ende einer Wendeltreppe unter Feuer. Doch am Ende der Präsentation sind alle Kugeln nutzlos. Einmal nicht aufgepasst und schon ist es geschehen: Ein Controller (ein Mutant mit telekinetischen Kräften) schnappt sich den Helden, schaltet ihn aus und beginnt gemütlich damit, ihn zu verspeisen. Das Gesehene lief ausnahmslos mit Direct-X-9-Effekten. Zwar hinkt Stalker im Vergleich zu etwa Crysis hinterher, transportierte aber in den Szenen einen immensen Batzen Atmosphäre. Zudem waren wir sehr angetan von den Wettereffekten und dem Tag- und Nachtwechsel, den man uns im Zeitraffer zeigte. Für einen echten war in der kürze der Zeit auf der E3 leider keine – genau, Zeit. Fazit: Das Spiel lebt und strebt laut THQ mit großen Schritten der Vollendung entgegen.

Quelle
When it's time to fight, don't talk - shoot!
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