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palmer - 09.05.2006, 09:45
Wizards vor dem Aus
09.05.2006 Für die Verantwortlichen des insolventen Eishockey-Oberligisten Stuttgart Wizards sollten die Tage momentan 30 Stunden haben. "Die Zeit galoppiert uns sprichwörtlich davon", sagt der Marketingmann Kai Wunner. Denn bereits am nächsten Montag müssen die Lizenzierungsunterlagen bei der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) eingereicht werden. Ob dies überhaupt der Fall sein kann, ist zurzeit mehr als ungewiss. Auf dem Weg zur Lizenz müssen die Stuttgart Wizards nämlich noch sehr viele Hindernisse überwinden. Und die Gefahr ist groß, dass die Wizards bereits an der ersten Hürde straucheln. Diese Hürde besteht darin, genügend Geld zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufzutreiben.
Nach StZ-Informationen hat ein Geldgeber der Wizards seine ursprüngliche Zusage, einen Teil der benötigten 40 000 Euro beizusteuern, inzwischen wieder zurückgezogen. Gelingt es den Wizards-Machern nicht, noch in dieser Woche einen Ersatz für den abgesprungenen Gönner zu finden, bedeutet dies wohl das Ende für die Stuttgart Wizards. Diese Tatsache bringt natürlich auch die geplante Kooperation mit dem Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen ins Wanken. "Wir sind bislang davon ausgegangen, dass die Wizards, die zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens benötigte Masse alleine aufbringen können", sagt Bernhard Wondratsch, der für die Steelers am Verhandlungstisch sitzt. Auf Bietigheimer Seite wartet man unterdessen immer noch auf eine offizielle Stellungnahme der Wizards zu dem am Freitag vorgelegten Kooperationskonzept. Zahlen die Bietigheimer etwa den fehlenden Betrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens? "Kein Kommentar", sagt Bernhard Wondratsch.
Quelle: Stuttgarter Zeitung
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