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girl - 02.03.2008, 10:51
Das himmlische Geschenk - oben ist unten
Zitat: Der Gedanke, das Wirken der Gestirne (Makrokosmos) mit den Geschehnissen auf der Erde (Mikrokosmos) in Beziehung zu bringen, ist uralt. Einer der Schlüssel zum Verständnis der Astrologie sind die Lehrsätze des ägyptischen Eingeweihten Hermes Trismegistos2, die auch Paracelsus stark beeinflußten: „In Wahrheit, gewiß und ohne Zweifel: Das Untere ist gleich dem Oberen und das Obere gleich dem Unteren, zu wirken die Wunder eines Dinges.“ (Hermes Trismegistos) Paracelsus schrieb ganz ähnlich: „Ein Gleiches ist im Himmel, das auf der Erde sein Gleiches hat und auf der Erde ist ein Gleiches, das im Himmel sein Gleiches hat. Denn das könnte nicht sein, daß der Saturnus auf der Erde regieren könnte, wenn nicht auf der Erde ein Saturnus wäre (...). Der auf der Erde ist die Nahrung desjenigen im Himmel, und der im Himmel ist die Nahrung desjenigen auf der Erde.“ (II/216)

Paracelsus nannte die Kraft, die das Oben mit dem Unten verbindet, das Licht, das sich am Anfang der Welt wie durch ein Prisma in sieben Strahlen teilt. Diese Strahlen sind die geistartigen Eigenschaften der Planeten-Intelligenzien, die eine universelle Gültigkeit haben. Alles, egal ob organisch oder anorganisch, ist von ihnen beseelt; Paracelsus nannte dies „das Licht in der Natur“. Allerdings ist die stoffliche Welt kein reales Abbild kosmischer Kräfte, sondern ein rein geistiges.

Paracelsus sah die eigentliche Ursache der Krankheit in einer Disharmonie zwischen Mensch und Kosmos, die ihren Ursprung im Sündenfall hat. Überspitzt könnte man sagen, daß der Mensch durch den Genuß der Frucht vom Baum der Erkenntnis frei wurde von göttlicher Vorherrschaft, seitdem plagen ihn aber auch Krankheiten und Untugenden.
Das Erleiden von Krankheit soll im Menschen zur Selbsterkenntnis (= Gotteserkenntnis) führen und damit zu einer Harmonie auf einer höheren Schwingungsebene: „Der Mensch ist nur darum aus den äußeren Kreaturen geschaffen, daß er infolge seiner Leiden sich selbst betrachte und erkenne, woraus er gemacht ist.“ (Paracelsus: I/374)

Heilung erfolgt also in erster Linie durch das eigene Bemühen. Man kann dies aber durch bestimmte Arzneien unterstützen, die Paracelsus „Arkana“ nannte. Sie unterstützen die Verwandlung oder Transmutation, indem sie die Schwingung im Menschen verfeinern. Aus alchimistischer Sicht ist dies die Verwandlung (Heilung) von Blei (grobe Schwingung - Krankheit - Saturn) in Gold (feine Schwingung - Gesundheit - Sonne).
Hierzu muß man eine Substanz wählen, die eine ähnliche Schwingung hat wie der zu behandelnde Krankheitszustand (Signaturenlehre). Durch die Kunst der Alchimie, zu der auch die Potenzierung nach Hahnemann gehört, veredelt man die Substanz zum Arkanum. Die alchimistische Bearbeitung bewirkt die Freisetzung der Quintessenz, das ist die geistartige, kosmische Heilkraft einer Substanz, die an die grobe Materie gebunden ist. Erst eine solche vollkommene Arznei kann dem Menschen helfen, sich von der Krankheit zu erlösen. Die Erlösung ist nicht zwingend mit dem Verschwinden von objektiven und meßbaren Krankheitssymptomen verbunden. Unter Heilung verstand Paracelsus vor allem eine Erkenntnis über das Sein (Wissen), die zum inneren Frieden (Liebe) führt.[..]
„Es ist zu merken, daß jeder Stern auf Erden sein Kraut hat, welches die Art seines Sternes vollbringt und den Schaden abwendet. Denn Hyperion (Johanniskraut) ist die Sonne und die richtige irdische Sonne. Persica (Wasserpfeffer) ist der Mercurius und der irdische Mercurius. (...) Jeder, der ein Philosoph sein will, beachte diese Übereinstimmung gut. Denn die Sterne lehren die Krankheiten erkennen, die Kräuter lehren sie heilen. Es sind hier zwei Wege und auf beide soll der Arzt sein Auge gestellt haben. Wenn er die Sterne kennt, dann denke er an den Beginn der Krankheiten. Wenn er die Kräuter erkennt, überlege er, was er gebrauchen soll. Wenn man die obere Influenz vergißt und die untere Wirkung nicht weiß, ist mehr als blind gehandelt.“ (Paracelsus: III/861)[..]
„Ist dein Wirken wider den Himmel und flickst du nur mit der Kraft der Erde und nicht nachdem du den Himmel betrachtet hast, so bricht all deine Arbeit wieder auf und ein Schneider macht deine Arbeit besser als du.“ (Paracelsus: I/447) „Wer ein richtiger Doktor sein will, der lerne verstehen, welche Rezepte die Konjunktion der Kräuter und der Sterne am Firmament zusammensetzt. Er weiß dann auch, was die Konjunktion der irdischen Sterne, das ist der Kräuter, die Zusammensetzung der Rezepte ist.“ (Paracelsus: I/680)
Quelle: Abonnement "Naturheilpraxis"
tara - 03.03.2008, 09:48

hier die "hermetischen schriften" dazu :)

http://hermetik.ch/ath-ha-nour/site/hermetikschrift.htm


grüße
tara
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