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Lil_C - 19.07.2007, 21:25
Lest es einfach
Ich bin mal wieder vom Schreibfieber befallen worden. Ich habe wie ihr seht noch keinen Namen, wenn euch einer einfällt ich bin offen für Vorschläge. Es könnte wie immer sein, das es unabsichtlich Parallelen zu anderen Büchern gibt, die ich lange nicht mehr oder gar nicht gelesen habe. Dafür entschuldige ich mich im Voraus. Schreibt einfach was ihr davon haltet.
„Passierscheine?“, verlangte der Wächter am Tor.
„Wir bringen dem König zwanzig Fass Bier.“, erwiderte Venir.
Zum hundertsten Male wunderten sich die beiden Rebellen auf dem Kutschbock wie Reminan, der Herrscher von ganz Énigen, es schaffte das seine Soldaten tagein, tagaus so wachsam waren. Doch er liess zu Recht Vorsicht walten. Denn seit seine Vorfahren zusammen mit den Zwergen vor über hundert Mondjahren die Sabunen geknechtet, ihre Felder geplündert, ihre Frauen vergewaltigt und ihren alten Glauben an Nemîo den Mondgott abgeschafft hatten, waren die Ramaren äusserst unbeliebt in Énigen. Seit Venir denken konnte, waren er und seine Eltern Widerstandskämpfer gegen die Eroberer gewesen. Er war, genau wie Rehsên, der neben ihm sass, erzogen worden die Ramaren zu hassen und doch ihre Gerissenheit zu fürchten. Er liebte sein Land und seinen eigentlichen König. Doch Tjeduran der neunte war vor nicht einmal zehn Tagen von seinem besten Freund und Berater verraten und in einen Hinterhalt geführt worden. Darauf hatten die grausamen Eroberer den Verräter, trotz seiner Hilfe, vierteilen lassen und an jedem Stadttor einen Arm oder ein Bein aufgehängt. Daneben stellten sie Ausrufer auf, die den Neuankömmlingen verkündeten, dass das einzige was der neue König mehr hasste als Rebellen Verräter waren. Der Tyrann soll für alles bezahlen, dachte Venir.
Doch jäh wurden seine Gedankengänge von einem der Wachen unterbrochen: „ Das Bier ist in Ordnung. Die Fuhrleute haben wie immer grosszügig berechnet, das ihr eine halbe Stunde brauchen werdet um die Fässer korrekt zu Lagern und von einem Schreiber registrieren zu lassen. Wenn ihr in einer halben Stunde noch hier drin seid werdet ihr und eure Familien ausgepeitscht. Abmarsch!“
„Von wegen grosszügig.“, flüsterte Rehsên.
Der Tyrann hatte doch tatsächlich an jedem Tor Fuhrleute postiert, die berechneten, wie lange man brauchen sollte um die Ware abzuladen und wieder zu verschwinden. Das Problem war jedoch, dass in der Burg täglich hunderte von Lieferanten eintrafen um irgendetwas zu liefern. Dies führte zu einem Stau, dessen Ergebnis täglich mehrere Bestrafungen waren.
Die beiden Rebellen fuhren also durch das Tor auf die Lagerhalle zu. Sie hielten hinter einem Kistenstapel und überzeugten sich, dass sie unter sich waren. Dann brachen sie eines der Fässer auf und griffen sich zwei wasserdichte Otterhäute, die wasserdicht waren und in denen sie zwei Dolche und ein Wurfmesser fanden. Sie verschwanden hinter einer weiteren Kiste und zogen ihre schwarzen Handschuhe über. Ihre blonden aber nach Art der Sabunen kurzen Haare bedeckten sie mit dunklen Lederhelmen. Ihre Körper hüllten sie in nachtschwarze Umhänge, Hosen und Wamse. Ihre Kleidung legten sie auf die Kutsche und warteten bis ihre Komplizen auftauchten und den Wagen wieder hinausfuhren. Dann machten sie sich auf den Weg in die Katakomben der Burg.
Die Zwerge glaubten, wie die Ramaren, dass alle Wesen aus flüssigem Gestein erschaffen sind. Deshalb huldigten sie normalerweise einem Vulkan. Doch da es in ganz Énigen keinen Vulkan gab, gruben die besten Zwergenschürfer ein Loch, das so tief war, dass die Lava bis in die Katakomben der Burg floss und dann durch ein geniales, ebenfalls zwergisches, Abflusssystem wieder zurück im Schlund der Welt verschwand. Der Orden der Vulcanapriester tagte gerade in der Vulkangrotte. Dort sollte der König Tjeduran in neun Tagen auch geopfert werden und die beiden Rebellen hatten den Auftrag dies zu verhindern und wenn möglich stattdessen Den Führer der Priesterschaft Vulcanas oder Reminan zu ermorden.
Fortstzung folgt irgendwann :lol:
Aresander - 19.07.2007, 21:47
Njoa bis jetzt ist ja noch nichts allzu spannendes passiert geswegen will ich erst mal mehr sehen bevor ich meine stimme abgebe :clap:
Bis jetzt aber ganz gut
Lil_C - 19.07.2007, 22:36
Kapitel 2
Gut ich schreib dann ma weiter.
@Aresander
Du hast ja doch gestimmt :lol:
Die Sonnenstrahlen kitzelten bereits den Horizont und tauchten die Wegarbi Berge in rötliches Licht. Als die Eindringlinge endlich ein Versteck fanden, in dem sie bis zum Einbrechen der Dunkelheit ausharren konnten. Sie zogen sich ins Gebälk des Daches über einer anderen Lagerhalle. Denn wären ihre Helfer erwischt oder ihr Verschwinden entdeckt worden, dann hätten die Soldaten der Ramaren sicher als erstes das Lager durchsucht, das ihnen zugewiesene worden war. Doch glücklicherweise war dies nicht der Fall. Denn mit ihrer eher spärlichen Bewaffnung hätten sie keine Chance gegen die Leibwache des fremden Königs gehabt. Doch mehr konnten sie nicht mitbringen, denn grosse Äxte und Schwerter hätten beim Schleichen und Verbergen nur gestört und wenn sie wirklich schwerere Waffen brauchten, dann war da immer noch der Unbekannte Diener im Schloss, der sie heimlich mit Giften, Informationen, Nahrung und Nachrichten versorgen sollte. Denn Namen des Komplizen durften sie nicht erfahren, denn würden sie gefangen und gefoltert werden, dann würden sie vielleicht den einzigen Spion der Rebellen am Hof des Königs verraten. Als die Sonne schliesslich kein Licht mehr spendete und der Burghof im Schatten lag, stiegen sie wieder aus ihrem Versteck um herauszufinden wo ihr Anführer gefangen gehalten wurde. Denn mit herumsitzen würden sie es wahrscheinlich nie erfahren.
Nachdem sie die Wege der Patrouillen gut eingeprägt hatten, überquerten sie, von Deckung zu Deckung huschend, immer alle Wachen gleichzeitig beobachtend den weiten Platz.
Auf der anderen Seite angelangt, tuschelten sie wie es weitergehen sollte. Denn sie mussten den König alleine finden, denn jede Nachricht von ihrem Kontaktmann war ein Risiko und sie hatten ja neun Tage Zeit um dies selbst in Erfahrung zu bringen. Da hörte ein Krieger auf der Mauer über ihnen etwas. Er handelte nach dem Grundsatz: „Erst schiessen, dann fragen.“ Und sofort zischte ein Pfeil an ihnen vorbei. Die beiden griffen nach ihren Waffen und wollten den Schützen gerade ausschalten da bellte dieser ein knappes Kommando und sofort eilten sechs Bewaffnete auf sie zu. Bald waren die Rebellen schulbuchgerecht eingekesselt. Doch die Wachen waren sich immer noch nicht sicher ob dort auch wirklich Angreifer waren, oder ob ihr Kamerad sich vielleicht getäuscht hatte. Doch sie hatten den Befehl lieber einen Unschuldigen zu töten oder einen falschen Alarm auszulösen als einem richtigen Attentäter keine Beachtung zu schenken. Und so strömten immer mehr Soldaten herbei. Immer wieder erklangen Rufe, wer auch immer dort sei soll sich melden, dann könnten sie unbehelligt gehen. Doch Rehsên und Venir glaubten kein Wort, also suchten sie ein sicheres Versteck.
Immer enger zog sich die Schlinge um den Hals der Eindringlinge zusammen.
Da entdeckten sie neben sich ein paar leere Fässer und waren bald verschwunden.
Fortsetzung folgt...
Lil_C - 21.07.2007, 21:00
Also schreibt ma was.
Ich weiss es is seltsame Fantasy ohne Orks(bisher jedenfalls ich hab wenig aahnung wie s weitergehen soll) und so und auch ohne grosse Schlachten. Aber lest es trotzdem ma. Und der zweite der abgestimmt hat soll auch nen comment schreiben.
Kapitel 3
Als die Wachen niemanden vorfanden und überprüft hatten, dass es in ihrer Kette keine Lücke gab und die ganze Truppe noch vollzählig war, Suchten sie die Stelle pflichtbewusst ab. Da entdeckten sie die Fässer und riefen sofort nach Äxten. Die Eichenholzfässer hatten der geballten Macht der Männer mit ihren Waffen nichts entgegenzusetzen und eines nach dem andern zersplitterte in einem Regen aus Holzspänen. Doch die Eindringlinge waren nicht auffindbar und bald entschlossen die Offiziere, dass ein allzu verantwortungsbewusster Bogenschütze die eigenen Leute im Turm daneben gehört hatte. Die kleine Armee zog bald ab und nur zwei blieben zurück um die Überreste der Fässer zu entfernen.
Als schliesslich auch diese zwei verschwanden, hatten sich Venir und Rehsên längst in die Katakomben zurückgezogen. Als sie bereits in den Fässern sassen, erschien ihnen dieses Versteck zu offensichtlich und sie stiegen wieder aus. Da entdeckten sie eine Falltür, die sorgfältig mit Erde und Staub getarnt war und stiegen hinab.
Hier waren sie eher in einer Art Abwasserrohr als in einem geheimen Gefängnis gelandet, aber immerhin waren sie ihren Häschern entkommen.
Sie wateten durch das knietiefe, stinkende Wasser einfach in eine Richtung und hofften, da sie später nicht wegen ihrem Geruch entdeckt werden würden. Nach einigen Minuten, vielleicht waren aber auch Stunden vergangen setzten sie sich auf einen Felssims am Rand des Ganges und zehrten von ihren Vorräten.
„ Wie sollen wir herausfinden wo genau der König versteckt wird? Die Katakomben sind noch viel grösser als der überirdische Teil der Burg.“, fragte Venir.
„Wir laufen einfach drauflos. Irgendwann finden wir eine gut bewachte Tür oder eine Zelle. Dort wird der König dann sein.“
„Das können wir nur hoffen. Woher sollen wir wissen, das dort nicht ein Heiligtum oder die Gemächer eines Adeligen Ramaren ist?“
„Das wäre auch gut. Der Auftrag lautete doch: Wir sollten den König retten oder den Hohepriester ermorden.“
„Der Auftrag lautete den König zu retten und wenn möglich auch noch den Hohepriester oder Reminan zu töten. Aber in erster Linie müssen wir den König retten! Wenn er stirbt kriegst du auch keinen Lohn. Verstanden?“
„Ja Herr General!“, antwortete Rehsên zynisch und sprach den Kommandanten der königlich énigischen Garde, die auch als Leibwache Tjedurans diente, dabei mit seinem eigentlichen Titel an.
Doch Venir funkelte den Auftragsmörder dabei aus stechenden, stahlgrauen Augen an und machte diesem klar, wer hier der Anführer war und dass er wenig von Rehsêns Beruf hielt. Doch trotzdem war Venir auf ihn angewiesen, denn von allen die für diese Mission in Frage kamen, war Rehsên mit Abstand am besten. Er wusste mit allen möglichen Waffen, sowie mit Giften und seiner scharfen Zunge meisterhaft umzugehen, und er sah zumindest halbwegs wie einer der kleinen gedrungenen Ramaren aus. Während Venir und alle seine Leute viel stämmiger und grösser waren.
Doch auch dem Mörder war sehr daran gelegen, dass die Eroberer vertrieben und Tjeduran gerettet wurde. Denn die Rebellen hatten ihm als Lohn Amnestie versprochen und die Ramaren waren einfach zu gründlich und zu wachsam, als dass er seinen zwielichtigen Beruf problemlos ausführen konnte. So entstand ein Zweckbündnis, das sobald sie gesiegt hatten sofort wieder verschwinden würde.
Schweigend assen sie weiter. Und als sie bereits wieder durch die dunklen Gänge wateten fragte Rehsên in versöhnlicherem Ton: „Jetzt aber im Ernst, Venir. Wie finden wir jetzt heraus wo unser Anführer versteckt wird? Wir wissen nicht einmal wo diese Vulkangrotte liegt, wenn wir das wüssten, dann könnten wir wenigstens das Opfer verhindern. Aber so…“
„Dann wäre es zu spät. Wir müssen Tjeduran schon früher befreien und zwar wenn möglich ohne Lärm und Radau. Aber das ist ja dein Fachgebiet.“, Bei diesen Worten schwoll Rehsêns Brust vor Stolz an, „Am besten Fragen wir jemanden aus. Gibt es da ein Gift oder ein Mittel damit sich der Befragte nicht mehr erinnert, dass wir ihn getroffen haben?“, fragte Venir.
„Schnaps und zwar eine ganze Menge davon. Das lässt jeden vergessen.“
Mit diesen Worten entlockte der Mörder dem General ein helles Auflachen.
„Jetzt aber im Ernst!“
„Ich meine es ernst. Hör zu, es ist ganz einfach: Man muss das Opfer ja nicht schlagen und prügeln. Ich sehe genug aus wie ein Ramare, dass ich mich in die Festungstaverne setzen und einen Wächter abfüllen kann. Dann ist es ganz einfach ihm ein paar Antworten zu entlocken. Und am nächsten Tag erinnert er sich nicht einmal mehr mit wem er gesprochen hat, geschweige denn was er erzählt hat.“
„Einen Versuch ist es schon wert. Also wo ist jetzt die Schenke?“
„Dort wo die Wachen nach der Ablösung hingehen. Zumindest meiner Erfahrung nach.“, grinste Rehsên.
„Gut in der Nacht beobachten wir die Wachen. Aber setz dich zu einem, der schon angetrunken ist. Sonst fällt dem noch auf, dass er dich nie gesehen hat und dann bist du verdächtig.“
So marschierten die beiden los. Zurück zu dem Innenhof, aus dem sie soeben geflohen waren.
fortsetzung ist in Arbeit...
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