Alle Beiträge und Antworten
girl - 19.09.2007, 07:20
Abschussbefehl: Ja? Nein?
Zitat: Die Äußerungen von Verteidigungsminister Jung zum Abschuss eines von Terroristen gekaperten Flugzeugs werden nun auch Thema im Bundestag. Der Minister selbst beteuert weiter, auf dem Boden der Verfassung zu argumentieren. Zitat: In der Bundeswehr wurde unterdessen weiter heftig darüber debattiert, ob die Piloten einen Abschussbefehl ausführen müssen. Der Bundeswehrverband riet den Soldaten, einen solchen Befehl zu verweigern, weil es sich um "Totschlag" handele. Dagegen sagte der Inspekteur der Luftwaffe, Klaus-Peter Stieglitz, der dpa: "Da gibt es gar keine Diskussion. Offiziere haben ihre Befehle zu erfüllen." Zitat: Nach Berichten der "Leipziger Volkszeitung" habe Jung durch Vorabsprachen bereits dafür gesorgt, dass in einem gegebenen Fall nur Piloten eingesetzt würden, die den Abschuss nicht verweigerten. Nur solche Offiziere der im norddeutschen Wittmund und im süddeutschen Neuburg stationierten Alarmrotten kämen in Frage, die hundertprozentig ihren Befehl ausüben würden. (Auszüge aus: Yoome & Die Zeit)
girl - 19.09.2007, 07:36
In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Jahr 1977 hinweisen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Landshut_(Flugzeugentführung)
Ein Fall in dem man sieht, das es auch ganz ohne Abschuss funktionieren kann. Allerdings hat sich die Schwere der Tat bei Flugzeugentführern geändert.. was nicht ausser acht gelassen werden sollte. Andererseits komme ich in gedankliche Konflikte wenn ich an 9/11 denke.
Stellt euch nur vor die Flugzeuge wären tatsächlich ferngesteuert - nur Eingeweihte wissen davon; der Abschussbefehl kommt und man hat einen Buhman mehr dem man den Tod von vielen Passagieren unterjubeln könnte - währenddessen die Passagiere nunmehr alle Müller heissen und sich in Dubai die Sonne auf den Pelz brennen lassen.... :?
Tjo, was soll man denken - sollen wir das überhaupt noch? Ach Quark, ob wir sagen Abschuss "Ja" oder Abschuss "nein" - kräht eh kein Polithahn nach!
Gerhard - 19.09.2007, 10:07
http://www.wdr.de/themen/politik/deutschland/deutscher_herbst/schleyer/chronologie_entfuehrung.jhtml
Im dem Link in der Mitte des Textes steht etwas über die Flugzeugentführung der Landshut aus dem Jahr 1977.
Gerhard - 19.09.2007, 10:24
Hallo Girl!
1977 sollten mit der Entführung des Flugzeugs Landshut Terroristen aus Gefängnissen freigepresst werden.
BEi der heutig gesehenen Bedrohungslage sollen Flugzeuge mit Passagieren als Bombe eingesetzt werden, zum Beispiel wäre auch ein Fußballstadion mit den vielen Menschen ein mögliches Ziel.
Es sollen also bis zu über 800 Menschen mit dem Abschuß eines Flugzeuges mit getötet werden um zum Beispiel 60.000 Menschen in einem Fußballstadion vor dem Einschlag eines solchen Flugzeuges und den damit verbundenen Tödlichen Folgen zu schützen.
Da findet also eine Abwägung zwischen Menschenleben statt, zwischen vielen Menschenleben von Unschuldigen Menschen im Flugzeug und in zum Beispiel in einem Fußballstadion.
So etwas hat das Bundesverfassungsgericht für unzulässig erklärt und damit dürfte eigentlich die Diskussion beendet sein.
In einem anderen Fall, dem Finalen Rettungsschuß, scheint die Lage anders zu liegen. Auch hier wird ein Mensch gezielt getötet, um andere Menschen zu schützen. Hier ist das dann mit dem Grundgesetzt vereinbar.
Was würdest Du als Minister zum Beispiel entscheiden, wenn Du wüßtest, das ein entführtes Flugzeug in Richtung eines vollbesetzten Fußballstadions fliegt, um dort als Bombe einzuschlagen und zig-tausendfachen Tod zu bringen?
Aber wir hier in Europa müßten auch bedenken, daß egal wo das Flugzeug nach dem Abschuß einschlagen würde möglicherweise auch Menschenleben gefährdet wären.
Gruß
Gerhard
Aedin - 19.09.2007, 10:28
woher kam diese diskusion überhaupt...?
ich kann mich nur erinnern, dass sie aufkam als ein sportpilot sich einmal nach dem 11. september über frankfurt mit tiefflügen austobte... :roll:
und was den 11. september anbetrifft, bin ich davon überzeugt, dass das eine aktion selfmade war.....die U.S.A. brauchten wieder ein feindbild, nachdem der eiserne vorhang gefallen war...bedenklich daran finde ich allerdings, dass die feinde so gut mit spielen...
girl - 19.09.2007, 13:40
Hallo Gerhard,
mal abgesehen das ich glücklicherweise nicht den Rang bekleide solche Entscheidungen treffen zu müssen, bin ich der festen Überzeugung, das hier in Deutschland soetwas von Terroristen mittlerweile ausgeschlossen wird - es gäbe weitaus effektivere Möglichkeiten Deutschland eines auszuwischen ohne auch nur ansatzweise damit 'ausländische Terroristen' in Verbindungen zu bringen.
Das eigentliche Problem welches ich sehe ist die Beweisbarkeit von Tätern solcher Anschläge. Gerade in Bezug auf 9/11 ist das Glauben an Regierungsaussagen nicht mehr ganz einfach. Die Möglichkeiten von Regierungen oder Regierungsteilen sind einfach riesig um alles aussehen zu lassen wie es aussehen und geglaubt werden soll.
Wenn Du mich fragst was ich als zuständige Ministerin entscheiden würde...
ich würde mit sofortiger Wirkung mein Amt niderlegen und mich um die vertuschten Hintergrundinfos kümmern und versuchen sie alsbald denn möglich öffentlich zu machen. Egal ob ich meinen Kopf verlieren würde!
Gerhard - 19.09.2007, 18:36
Hallo Aedin!
Aedin hat folgendes geschrieben: woher kam diese diskusion überhaupt...?
ich kann mich nur erinnern, dass sie aufkam als ein sportpilot sich einmal nach dem 11. september über frankfurt mit tiefflügen austobte... :roll:
Ich denke, man kann nicht ausschließen, daß es auch in Deutschland passieren könnte, daß ein Flugzeug, auch ein Passagierflugzeug mal als Bombe gebraucht werden könnte.
Sollte es dann passieren, so steht jemand vor der Entscheidung, wer auch immer das sein mag, auch wenn das Bundesverfassungsgericht sagt, daß eine solche nicht getroffen werden darf. (Verstehe ich auch nicht so ganz.)
Aedin hat folgendes geschrieben: und was den 11. september anbetrifft, bin ich davon überzeugt, dass das eine aktion selfmade war.....
Sollte das tatsächlich so sein, so gehe ich davon aus, daß die Verantwortlichen vor Gericht gestellt würden, sollte es auch der Präsident höchst persönlich sein. Ich sage es noch ein mal, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß man so etwas auf Dauer geheim halten kann.
Es gibt viele Gerüchte, aber bewiesen ist nichts. So lange nichts anderes bewiesen wird ist m.E. davon auszugehen, daß die Anschläge vom 11.09.2001 fremdverschuldet waren.
Gruß
Gerhard
Gerhard - 19.09.2007, 18:44
girl hat folgendes geschrieben: Hallo Gerhard,
mal abgesehen das ich glücklicherweise nicht den Rang bekleide solche Entscheidungen treffen zu müssen, bin ich der festen Überzeugung, das hier in Deutschland soetwas von Terroristen mittlerweile ausgeschlossen wird - es gäbe weitaus effektivere Möglichkeiten Deutschland eines auszuwischen ohne auch nur ansatzweise damit 'ausländische Terroristen' in Verbindungen zu bringen.
Das eigentliche Problem welches ich sehe ist die Beweisbarkeit von Tätern solcher Anschläge. Gerade in Bezug auf 9/11 ist das Glauben an Regierungsaussagen nicht mehr ganz einfach. Die Möglichkeiten von Regierungen oder Regierungsteilen sind einfach riesig um alles aussehen zu lassen wie es aussehen und geglaubt werden soll.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß ein solcher Vorfall, wenn er tatsächlich in einem Land der EU passieren sollte, auf Dauer geheim gehalten werden könnte. DA bin ich mir sicher, daß es irgendwann ans Licht der Öffentlichkeit kommen/gelangen würde.
girl hat folgendes geschrieben: Wenn Du mich fragst was ich als zuständige Ministerin entscheiden würde...
girl hat folgendes geschrieben: ich würde mit sofortiger Wirkung mein Amt niderlegen und mich um die vertuschten Hintergrundinfos kümmern und versuchen sie alsbald denn möglich öffentlich zu machen.
Jedenfalls würdest Du als Ministerin dann durch Deine Nicht-Entscheidung die Durchführung von Anschlägen begünstigen.
girl hat folgendes geschrieben: Egal ob ich meinen Kopf verlieren würde!
Ich denke, in Deutschland verliert kein Minister im wörtlichen Sinne seinen Kopt. Sie / er müßte höchstens zurücktreten.
Gruß
Gerhard
Gerhard - 19.09.2007, 18:51
Leider habe ich mir das nicht notiert, was es genau war, aber ich habe im Fernsehen auch schon Sendungen gesehen, die verschiedenes, was so alles an Gerüchten zu den Anschlägen vom 11.09.2001 durch die Welt geistert im Fernsehen widerlegt haben. Leider kann ich dazu nichts konkreteres beitragen/nachreichen.
girl - 19.09.2007, 20:04
Gerhard hat folgendes geschrieben: Leider habe ich mir das nicht notiert, was es genau war, aber ich habe im Fernsehen auch schon Sendungen gesehen, die verschiedenes, was so alles an Gerüchten zu den Anschlägen vom 11.09.2001 durch die Welt geistert im Fernsehen widerlegt haben. Leider kann ich dazu nichts konkreteres beitragen/nachreichen.
In diesem Bezug finde ich dieses aufgezeichnete Zusammentreffen äusserst interessant und weniger spekulativ:
http://video.google.com/videoplay?docid=-2152679313583916027)
(Achtung: knapp 3 Std. Spielzeit)
girl - 19.09.2007, 20:11
Gerhard hat folgendes geschrieben:
girl hat folgendes geschrieben: ich würde mit sofortiger Wirkung mein Amt niderlegen und mich um die vertuschten Hintergrundinfos kümmern und versuchen sie alsbald denn möglich öffentlich zu machen.
Jedenfalls würdest Du als Ministerin dann durch Deine Nicht-Entscheidung die Durchführung von Anschlägen begünstigen.
Sogesehen wäre es so ziemlich egal was für eine Entscheidung getroffen werden würde - immer gibt es Kontrahenten die einem Fehlverhalten vorhalten ;)
Gerhard - 20.09.2007, 00:52
girl hat folgendes geschrieben: Sogesehen wäre es so ziemlich egal was für eine Entscheidung getroffen werden würde - immer gibt es Kontrahenten die einem Fehlverhalten vorhalten
Die entscheidende Frage ist nicht, was mit dem Entscheidungsträger passiert
sondern
mit welcher Antwort aller Voraussicht nach am wenigsten Menschen getötet, verletzt oder geschädigt* werden.
(*genau in der Reihenfolge der Gewichtung.)
girl - 20.09.2007, 06:17
Tja, lieber Gerhard..
und genau das ist Fall bedingt.
Und dennoch.. ist ein Flugzeug nicht über bewohntem Gebiet im Falle eines Abschusses, hat man unschuldiges Leben zu verantworten und wird zur Rechenschaft gezogen - jede Wette. :roll: :roll:
Gerhard - 20.09.2007, 10:09
Leute, die solche Verantwortung haben, haben möglicherweise irgendwann eine Entscheidung zu treffen, wo sie zwischen schlechten und noch schlechteren Ergebnissen zu wählen haben.
Ein Beispiel was gesetzlich geregelt ist, das ist der "Finale Rettungsschuß" der bei einer Geiselnahme möglicherweise gerechtfertigt ist.
Der bekannteste Fall wo ein Politiker zwischen Leben wählen mußte war 1977 im Zusammenhang mit den RAF-Entführungen von Hans-Martin Schleyer und dem Flugzeug der Landshut.
Als Helmut Schmidt die Erstürmung der Landshut anordnete hat er in Kauf genommen, daß Schleyer sehr wahrscheinlich durch die Terroristen erschossen würde.
Es gab nur die Auswahl zwischen mehreren Übeln. Dafür ist Schmidt zu Recht niemals zur Rechenschaft gezogen worden.
(Ich sage gleich, daß das noch ein Unterschied ist zum Abschuß eines Flugzeuges, denn da würde ja der Befehl gegeben, unschuldige Menschen zu töten/ vielleicht würdest Du auch sagen zu morden.)
Ich habe einen Teil des von Dir verlinkten Filmes gesehen, jedoch bin ich im Moment(zeitlich) nicht in der Lage ihn mir komplett anzusehen.
Ja, wenn man Menschen wissentlich und ohne Schutz in eine vergiftete Landschaft schickt und auch noch Menschen, die nichts mit der Bergung von Verletzten und Toten oder Aufräumarbeiten und evtl. damit verbundener Gefahrenabwehr zu tun haben wissentlich in ein vergiftetes Gebiet läßt und auch noch behauptet, alles sei ungefährlich. An diesem Punkt verstehe ich die Kritik durchaus.
Gruß
Gerhard
girl - 20.09.2007, 11:16
Nein, nein Gerhard - ich würde weder von morden noch von töten sprechen.
Ich möchte Dir gern kurz erläutern, warum ich mich bei einer solchen Entscheidung schwer tue. Ich mache es wirklich kurz:
Angenommen deine Mutter sitzt im Flugzeug: kein Abschussbefehl!
Angenommen deine Mutter sitzt im Stadion: Abschussbefehl!
Es ist im Grunde ziemlich einfach: hat man keinen Bezug tut man sich mit Entscheidungen auch nicht schwer. Hätte man einen persönlichen Nutzen, gäbe es sicherlich Menschen, die auf Grund dessen ohne zu zögern bereit für den Befehl wären.
So und nun komme ich zu dem Punkt, wo ich sage: Ich habe zu den Menschen im Stadion einen Bezug, ABER AUCH zu denen im Flugzeug!
Ich könnte es aus REIN moralischen Gründen nicht entscheiden und würde es auch nicht entscheiden wollen. Wäre ich zu einer Entscheidung gezwungen, würde ich wahrscheinlich den Weg des geringsten Widerstandes wählen, welcher aber Ortsabhängig ist und genau dazu (das abzuwägen) bliebe in einem solchen Moment KEINE ausreichende Zeit.
Bis zu 15 Minuten braucht es bis ein Abfangjäger in der Luft wäre um dann noch zum Einsatzort zu gelangen; die Wahrscheinlichkeit das diese Zeit reichen würde (in Deutschland wohlgemerkt) ist gleich 0.
Gerhard - 20.09.2007, 11:52
Guten Morgen Girl!
Ich denke, jeder normale Mensch würde sich mit einer solchen Entscheidung schwer tun, auch wenn er nicht direkt persönlich betroffen ist, ich meine Seine Mutter zum Beispiel in einem solchen Flugzeug säße. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Verwandter, Freund dann direkt betroffen ist denke ist ist sehr unwahrscheinlich.
(Das ist vielleicht Off-Topic, aber werfen wir den Politikern nicht oft vor, daß sie den Weg des geringsten Widerstandes gehen?)
Stimmt, die Zeit ist gering gleichzeitig dürfte es auch schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein, einen solchen Abschuß über unbewohntem Gebiet durchzuführen, weil hier in unseren Ländern jeder Quadratzentimeter Boden von Menschen bewohnt, genutzt ist.
Technisch gesehen ist es für Militärmaschinen schwierig, eine solche Maschine zu finden, wenn sie den Transponder(ich meine so heißt das, kann mich aber auch irren.) abgeschaltet hat. Am 11.9.2001 hatten die Maschinen, die das WTC trafen dieses von mir gemeinte Gerät abgeschaltet.
Ich denke aber auch, daß im Ernstfall mehr als 15 Minuten Zeit bleibt.
Gruß
Gerhard
Gerhard - 20.09.2007, 12:02
Ich habe etwas sehr wichtiges vergessen anzuführen:
Vor einer Abschußoption sollten vorher alle anderen Möglichkeiten genutzt werden, um die potientiellen Täter von Ihrem vorhaben abzubringen.
Eins hat sich leider seit dem 11.09.2001 wirklich geändert:
Bis dahin waren Passagier-Flugzeugentführungen "nur" genutzt worden, um Leute aus Gefängnissen freizupressen oder andere Ziele zu erreichen, jedoch wurde 2001 erstmalig Passagiermaschienen gezielt als "Bomben" eingesetzt.
girl - 20.09.2007, 13:43
Eckart von Klaeden, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU ist heute Nachmittag um 17:10 Uhr zu Gast bei busch@n-tv und bezieht Stellung zu diesem Thema.
Auch ich habe online mehrere Fragen für diesen Mann hinterlassen, u.a. die Frage ob sich diese Debatte bereits als "fiktiver V-Fall" bezeichnen lässt? Und: Ab wann ein 'entführtes Passagierflugzeug' als sog. 'Bombe' identifiziert werden kann?
Hintergrund meiner zuletzt genannten Frage ist folgendes Szenario:
In Folge der zerstörerischen Kräfte der Einschläge durch Flugfahrzeuge am 11.Sept.2001 und der Tatsache, das jedes entführte Flugzeug als "potentielle Bombe" fungieren könnte, kann auch von einer Art "Vorsorgemassnahme" bei einem "Abschussbefehl" ausgegangen werden. Ein "Ultima Ratio" käme auf Grund der fehlenden Zeit nicht zum tragen.
Im Grund' heisst das auf Hochdeutsch:
Es könnten jegliche Flugzeuge abgeschossen werden mit der Begründung es hätten Entführer drin gesessen welche mit dem Flugzeug in ein best. Ziel flogen "wollten". Beweise wären schwierig heranzutragen (s.a. nicht gefundene Blackboxen vom 11.Sept.).
Wenn also unser Minister für Sicherheit da steht und sagt er hätte eine Meldung bekommen, brauch er nur noch Jung anrufen.
Ehrlich mal, Gerhard:
Wissen wir wie viele Regierungsteile infiltriert sind und Beweise beiseite schaffen könnten?
Also für mich stinkt das Ganze gewaltig; der Politik waren fiktive Gründe schon immer ausreichend um Massnahmen zu ergreifen. Was denkst Du, was passieren würde, wenn sich eine "Bombe" einem amerikanischem Stützpunkt in Deutschland nähern würde und kein deutscher Flieger in die Luft steigt? Da würde ganz schnell die Rice und Bush an unsere Türen klopfen und nebenbei dann uns Auflagen erteilen so das ihre eigenen Flieger den deutschen Luftraum überwachen können und was dann abgeht.., darüber möchte ich lieber nicht weiter nachdenken.
Gerhard - 20.09.2007, 15:41
Danke für den HInweis auf die Sendung von heute 17:10 Uhr.
Ich denke, so einfach kann man auch nicht behaupten, ein Flugzeug wäre entführt worden. Schließlich haben die Flugzeuge ja permanent Kontakt zu den verschiednen Luftüberwachungen.
So viel ich weis senden auch entführte Maschinen ein Notfallsignal, welches international festgelegt ist.
Gerhard - 20.09.2007, 18:39
Hallo!
Viel schlauer fühle ich mich auch nach der Sendung nicht, nur wissen wir jetzt, daß das ein Abschuß einer Passagier-Maschine im Rahmen eines übergesetzlichen Notstandes geschehen könnte. Später wird dann geklärt, ob die Beteiligten "für die begangene Straftat" auch bestraft werden können. Das soll selbst so sein, wenn es eine gesetzliche Regelung geben würde. Wer soll noch daraus schlau werden?
Gruß
Gerhard
girl - 20.09.2007, 20:17
Na.. das ist bald so wie ich Eingangs schrieb: schiesst du hagelts strafen - schiesst nicht ebenfalls, dann heissts nur 'unterlassene Hilfeleistung oder beihilfe durch unterlassung...
pff... das ist also - mit den worten von rumsfield - good old germany; wobei da eine solche frage gar nicht erst auftauchte.. hmm
wenn ichs mir recht durchdenke, kann man hin wo man will - überall der selbe mist. man will geradlinig regieren und nutzt dabei jeden erdenklichen trampelpfad...
Gerhard - 21.09.2007, 00:18
Wahrscheinlich habe ich undeutlich beschrieben.
Bei einem Übergesetzlichen Notstand liegt zwar eine Straftat vor, aber wenn tatsächlich ein solcher Notstand vorliegt, wird nicht bestraft.
(Wieso ein Gerichtsverfahren her müßte, wenn alles gesetzlich geregelt wäre will mir nicht in den Kopf.).
girl - 21.09.2007, 06:27
Oki, guten Morgen
Gesetz dem Fall es trat ein solcher Notstand ein, aber der Befehl vom obersten Befehlshaber wurde nicht vom Soldaten ausgeführt...
Ich könnte mir vorstellen, das sich diese Verweigerung mit der "Gewissensregelung für Soldaten" beisst hinsichtlich einer (nicht)zuerwartenden Strafe.
Die wollen sich gesetzlich also nach allen Seiten absichern.
Ich meine, es wäre fatal, wenn ein Befehl dann nicht ausgeführt werden würde... oder etwa nicht? Schliesslich würden beide Entscheidungen das Gewissen belasten, wenn es dann tatsächlich zu 1000en Toten führt...
Gerhard - 21.09.2007, 10:43
Guten Morgen Girl!
Ich denke, das Problem beim Abschuß von Passagiermaschinen hat
weniger mit dem Gewissen zu tun als, daß ein Abschuß einer Passagiermaschine
nach heutiger gesetzlicher Lage der Befehl zum Mord sein könnte.
Einen Befehl zum Mord D Ü R F T E der Soldat N I C H T ausführen :!: :!: :!:
Ein Soldat der Mordet kann sich auf keinen Befehl berufen.
Ich bitte um Entschuldigung, daß ich mich selbst auch durch diesen ganzen Berichte habe verwirren lassen.
Gruß
Gerhard
girl - 21.09.2007, 11:40
hm, geht mir genauso ;)
ich bleibe immer wieder daran hängen und komme in Überlegungen nicht weiter:
Befehl kommt - wird verweigert - 1000e werden somit getötet.
Würde der Soldat in diesem Falle nicht wegen "(ge-)wissentliches in Kauf nehmen von mehreren 1000 Toten, obwohl er den Verlust hätte geringer halten können durch Ausübung des Befehls zum Abschuss" gesetzlich zur Rechenschaft gezogen?
Abgesehen davon: Der ausführende Soldat oder auch der nicht-ausführende Soldat hat in beiden Fällen einen riesen Klotz auf seinem Herzen - der wird in beiden Fällen seines Lebens nicht mehr froh. Ist doch vorn ARS.H!
Gerhard - 21.09.2007, 12:22
girl hat folgendes geschrieben: Abgesehen davon: Der ausführende Soldat oder auch der nicht-ausführende Soldat hat in beiden Fällen einen riesen Klotz auf seinem Herzen
Das ist richtig! Hoffentlich hat er dann anschließend auch genug psychologische und seelische Hilfe.
Gerhard - 21.09.2007, 12:32
girl hat folgendes geschrieben: Befehl kommt - wird verweigert - 1000e werden somit getötet.
Würde der Soldat in diesem Falle nicht wegen "(ge-)wissentliches in Kauf nehmen von mehreren 1000 Toten, obwohl er den Verlust hätte geringer halten können durch Ausübung des Befehls zum Abschuss" gesetzlich zur Rechenschaft gezogen?
Ob er in einem solchen Fall gesetzlich zur Rechenschaft gezogen würde vermag ich nicht zu beurteilen. Möglicherweise könnte das erst in einem Prozeß geklärt werden.
Verteidigungsminister Jung hat versucht, diese Frage im Vorhinein auszuklammern, indem er verschiedene Soldaten vorher gefragt hat, ob sie einen solchen Befehl ausführen würden.
Wenn es eine gesetzliche Regelung gäbe könnte die Frage m.E. anders beantwortet werden.
girl - 09.03.2008, 17:36
Sonntag, 9. März 2008:
Zitat: Beckstein für Flugzeug-Abschuss
Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hat eine rasche Grundgesetzänderung gefordert, um den Abschuss entführter Passagierflugzeuge im Falle eines Terrorangriffs zu ermöglichen. Die Entscheidung über einen Abschuss dürfe man nicht einzelnen Bundeswehr-Piloten überlassen, sagte er bei einer Tagung in Tutzing. Dafür müsse es eine gesetzliche Regelung geben. Er halte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Luftsicherheitsgesetz für falsch.
http://www.n-tv.de/931212.html?090320081536
Thomas - 09.03.2008, 21:15
Na, da bleibt ja nur zu hoffen, dass das Flugzeug dann da abstürzt, wo sich der Herr Beckstein im Falle des Abschusser gerade aufhält ..... :twisted:
girl - 09.03.2008, 21:28
amen :roll:
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken