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Machasolas - 28.08.2007, 09:41
Die Druiden (Damals und Heute) (eigener Studienzweck)
Die Druiden (Damals und Heute)
Kurze Interpretation von Machasolas Clochsliaph

Einleitendes Wort

In den von mir verfassten Artikel über die Druiden sind von mir selbst erstellt worden. Aktuelle Quellen und Urtexte werden eingebunden.
Der Artikel soll neutral der Information dienen und zu einem besseren Verständnis der Keltentums und oder Druidentums beitragen.

Dieser Beitrag ist ein umfangreiches Gesamtwerk, welches, in einem Buchform aktuell verwand wird (Libra Clochsliaph I bis VII und oder Libra Celtica). Daher sind auch die Quellen nur Auszugsweise angegeben.
Des Weiteren distanziere ich mich von den Inhalten und weiterführenden Links des Webangebotes, auf denen Sie meinen Artikel lesen.

Jedwede Verwertung dieses Textes darf nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung des Autors erfolgen.

Daniela Pahnke aka Machasolas 0173/9153750
Machasolas - 28.08.2007, 10:08

(Quelle: Francoise Le Roux/Christian j. Guyonvare’h)

Einleitung Druidentum

Ich möchte hier auf überlieferte Tatsachen der Druidengeschichte eingehen und möchte nicht nach irgendwelchen Hypothesen raus. Die meisten Texte stammen aus: Griechenland und Irland.
Mein Studium stützt sich auf die Drei:

- Mythologie = Sagenkunde, Götterlehre
- Theologie = Wissenschaft der Religion
- Ideologie = Gedankenwelt, Begriffslehre

1 Kapitel I

Die bekannten Schreiber über die Druiden waren:

- Cäsar, Tacitus ( Augenzeugen)
- Pythagoras (Philosophen)

Die Druiden waren Priester, die viele Aufgaben hatten, dieser Rang gibt es noch in andere Kulturen. Ein Druide der mit weißen Gewand gekleidet und mit einer goldene Sichel, eine Mistel schneidet und diese mit einem Weißen Tuch auffing, war nicht die einzige Aufgabe. Wie Plinius schrieb.

Zitat: Sinnesgemäß aus Cäsar, de Bello Gallico VI, 13, 5-7

(5) Denn sie entscheiden in der Regel in allen staatlichen und privaten Streitfällen. Wenn ein Verbrechen begangen worden oder ein Mord geschehen ist, wenn der Streit um Erbschaften oder den Verlauf einer Grenze geht, fällen sie auch hier das Urteil und setzen Belohnungen und Strafen fest.

(6) Wenn sich ein Privatmann oder das Volk nicht an ihre Entscheidungen hält, untersagen sie ihm die Teilnahme an den Opfern. Diese Strafe gilt bei ihnen als die schwerste,

(7) denn die, denen die Teilnahme untersagt ist, gelten als Frevler und Verbrecher, alle gehen ihnen aus dem Weg und meiden den Umgang und das Gespräch mit ihnen, damit sie nicht durch ihre Berührung Schaden erleiden.



Druiden waren Richter, die bei jedem Streit gerufen wurden. Sie entscheiden über private Streitfälle, Verbrechen, Erbschaft und Grenzziehungsstreit. Sie Urteilten und setzten Entschädigung fest und die Strafen. Sogar auch Verbannung vom Dorf. Dieses war eine harte Strafe. Es sind Frevele, die dem göttlichen und menschlichen Recht nicht mehr würdig waren. Die Dorfbewohner meideten solch eine Person, um nicht selbst bestraft zu werden, wenn sie noch ein Kontakt hatte. Dieser Frevler wurde keine bitte statt gegeben, dieses Recht und Ehre zurück zu bekommen.

Zitat: Sinnesgemäß aus Cäsar, de Bello Gallico VI, 13, 8

(8) An der Spitze aller Druiden steht ein Mann, der den höchsten Einfluß unter ihnen genießt.

(9) Stirbt er, so folgt ihm entweder der nach, der unter den übrigen das höchste Ansehen besitzt, oder aber sein Nachfolger wird von den Druiden gewählt, wenn mehrere gleich hohes Ansehen besitzen. Nicht selten wird dann jedoch auch mit Waffen um die leitende Stelle gekämpft


Wenn ein Druide starb und es nur einen gab, wurde dieser Nachfolger. Gab es jedoch mehrere gleich gute Druiden des Ranges, wurde abgestimmt. Auch kam es vor das sie sich dort mit Waffen kämpften, um an den Vorrang zu kommen. Druiden wurden von den Steuernabgaben befreit und auch vom Militärdienst, von dem meisten Belangen sogar befreit waren.

Druiden nahmen viele neue Menschen auf, für eine Ausbildung. Dort lernten sie einige Verse auswendig, weil schriftlich nicht erlaubt wurde. Dadurch dauert diese Ausbildung 20 Jahre. In privaten und öffentlichen Schriftverkehr, bedienten sie sich der griechischen Schrift.

Sie misstrauten der Schrift und es sollte kein Schriftzug der Lehre dem Volk zukommen zu lassen. Sie trainierten somit ihr Gedächtnis und trauten den gelernten Versen.
Sie wollten überzeugen, das die Seele weiter lebt und wieder kehrt in ein neues Wesen.
Die Druiden kannten sich auch mit der Astrologie aus und ließen dieses der Jugend zukommen.

Sinnesgemäß aus Diodor von Sizilien, Historien V, 31, 3-5

Es gibt Barden, die die Liederdichtung betreiben und auch diese begleiteten mit Instrumenten.
Dies ähnelte der Lyra und zwar sind das teils Lobgesänge oder Schmählieder.
Auch Druiden dieses konnten und auch Wahrsagen machten. Sie auch Weissagungen gaben über alles und jeden und es wurde gehört.
Diese Weissagung möge man kaum glauben, aber sie weihten einen Menschen und stießen dann ein Schwert rein. Genau ins Zwerchfell und erkannten so, wie er fiel und wie er zuckte, wie das Blut lief, darin die Zukunft war. Dieses war Sitte bei den Druiden, das auch kein Philosoph anwesend ist, das hätte bedeutet:
Das sie auch einen Guten opfern müssen.
Die Barden waren auch bei Schlachten dabei, sowohl auch der Druide. Die Barden haben Gesungen und auch Duellreden geliefert, versuchten zu schlichten. Der Gesang war Laut.

Sinnesgemäß aus Strabo, Geographie IV, 4

Es gibt 3. Klassen

Barden –> Hymnensänger, Dichter
(O)Vaten -> Opfern, erforschen Natur
Druiden -> Natur, Sittenlehre, Richter, Krieger (Fianna), Schlichter, Priester.

Sinnesgemäß aus Pomponius Mala, De Choragraphia III, 2, 18

Gib das wieder was ich schon geschrieben habe.

Sinnesgemäß aus Plilnius der Ältere, Historia Naturalis XVI, 249:

Druiden hatten als heilige Pflanze die Mistel. Sie bedeutete noch mehr wenn sie auf einer Eiche wächst. Die Mistel => „die alles Heilende“.
Die Druiden haben beim Mistelschneiden auch Tiere geopfert. Ein Getränk mit der Mistel jedes Wesen wieder Fruchtbar macht, auch als Heilmittel gegen Gift war.

Sinnesgemäß aus Historia Naturalis XXX, 13

Magie war heilig und hatte ihren Platz, auch heute. Mit der Herrschaft des Kaisers Tiberius wurde dieses unterdrückt. Keine Wahrsagungen, keine Druiden, keine Ärzte. Diese Lehre wanderte auch über Ozean rund um die Welt. Dieses wurde auch in Britannien gewürdigt und übte diese Magie aus, obwohl sie nicht kannten. Ob sie nun über Persien oder nicht kann nicht festgestellt werden.
Die Römer hörten mit den Menschenopfern auf.

Sinnesgemäß aus Timagenes in Ammianus Marcellius XV,9

Die Gegen siedelte sich immer mehr zu. Wissenschaft blühte auf, angeregt durch Barden, Euhagen und Druiden.

Barden -> Heldentaten -> Heldengedichte zu lieblichen weisen der Lyra
Euhagen -> Opfeerdeutung -> und die Geheimnisse der Natur zu erklären
Druiden -> Geistige Stufe -> Erforschung verborgener und hoher Dinge.

Die Druiden schlossen sich der Bruderschaft zusammen, wie es Pythagoras bestimmte.
Druiden schauten auf Menschliche Dinge herablassend nieder und lehrten; das die Seele weiter lebt.

Zu den Text: Cäsar der wichtigste Zeuge, teilte die Gesellschaft in 3. Klassen.

druides: (Priesterklasse),

equites: (Reiterklasse), (Militärklasse),

plebs: (Bauer, Handwerk, Sklaven),

Cäsar fasste die 3. Elemente der Priesterklasse zu einer zusammen.

Druidenbereich:

- Religion (Glauben, Opfer, Kultur),
- Die Rechtsprechung (öffentliches und privates Recht),
- Ausbildung der Lehre

- Keine Schrift (privat und öffentlich griechische Buchstaben

Lehre:

- Unsterblichkeit der Seele
- Wissenschaft Religion (Götter, Astronomie, Physik)

Die anderen Schriftsteller:
Sie beschreiben der inneren Unterteilten Priesterklasse (die sie missverstanden).

Diodor:

- Barden: sangen Hymnen, Satiren, Begleitung mit Harfe (Laier)
- Druiden (Philosphen und Theologen):
o Sie werden geehrt
o Opfer dabei
o Vermittler zwischen Mensch und dem Göttlichen
o (Barden und Philosophen) - das auch inne hatte, Kampf beruhigten
o fürchteten sich nicht vorm Tod
o Unsterblichkeit der Seele

- Wahrsager:
- Hellsehen mit Vogelschau und Menschenopfer (Lateinisch: „augurium“ und „haruspicino“)

Strabo:

- Barden: Hymnensänger und Dichter
- Vaten (Ovate): Opferer und Naturinterpreten
- Druiden:
o Naturwissenschaft
o Moralische Aspekte der Philosophie
o Lehre der Seele (Unsterblichkeit)
o Prophezeiungen (Feuer und Wasser herrschen werden)

Pomponius Mela:

Bezieht sich auf die Priesterklasse.

- Gallier alle Redegewandt,
- Druiden/Meister der Moral,
- Kennen die Druiden:
o die Größe der Erde und Welt
o Gestirnbewegung
o Götterwillen

Ammianus Marcellinus:

- Barden -> heldengesänge bei Taten
- Studierten die Euhagen: Naturwissen
Über ihnen (durch Pythagoras beeinflusst)
- Druide:
o okkulte Fragen
o Lehre der Seele

1. Schluss daraus:

Es gibt 3. Hauptgruppen:

- Druiden
- Barden
- Vaten (Wahrsager)

Skizze aus dem Buch:

Cäsar:
Druiden: Druide, Religion, Recht, Unterricht

Diodor:
Druiden: Druide, Philosophe, Theologe: Religion
Barden: Barde: Lobreden, Satiren, Schiedsgericht
Vate: Wahrsager, Hellseherei, Wahrsagerei, Opfer

Strabo:
Druiden: Druide: Naturwissenschaft, Philosophen, Recht
Barden: Barde: Gesang, Poesie
Vate: Vate: Opfer, Naturinterpretation

Diodor und Strabo blieben wage, denn das Opfer den Vaten zuzuschreiben, die aber im Bereich der Druiden gehört.
Diodor den Druiden zwischen Kämpfe stellt, doch ehr den Barden zugeht.

Aus Irland kommen solche Fälle auch vor aber nicht schwerweigend.
Klar für mich ist, ist der Rang eines Druiden, der den Barden und Vaten durchlaufen mussten.
Das viele Bereiche halt auch beim Druiden dabei waren und dieses früher nicht erkannt wurde.

Noch zwei weiter Texte, die die Druiden (geistigen Pythagoras) ansehen, die zuvor kaum möglich gehalten wurden.

Sinnesgemäß aus Hippolytus, Philosophumena I, XXV

Die keltischen Druiden:
- studierten Philosophie des Pythagoras
- Druiden werden gehalten für:
o Hellseher
o Propheten
o Bildnerischen Künsten

Sinnesgemäß aus Clemen von Alexandria, Stromata I, XV, 71, 3ff.

Alexander hat studiert bei den Assyrien, Galatern, Brahmanen, so schrieb er es in sein Buch, auch über die Zeichen des Pythagoras.
Die Wissenschaft der Philosophie hoch war, verbreitete sich bei den Barbaren und Griechen. Die wichtigsten Propheten sind:
Ägyptern, Chaldären, Assyrern, Gallischen Druiden, Samanäern, Kelten und Weisen Persiens zufinden.

Hier werde ich nicht näher drauf eingehen, weil hier für die Beweise fehlen. Bei den Griechen steht fest für ihre Neugier, das sie diese Lehre nicht in ihres einbauen konnten.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:10

II. Zeitliches Verwechseln

Bei diesen begriffen wird man leicht verwirrt. Da diese in Lateinischen und Griechischen Worten berichtet wurden, die das eben beschreiben.

Jeder gab es anders wieder, das ist klar.
Zum anderen weil sie auch verachtet wurden und die Berichte eben nicht neutral geschrieben wurden.

Beim Lesen und notieren meines Studiums, muss ich feststellen, das ich diese Berichte nicht außer acht lassen kann, da der Aufgabenbereich der bestimmten Gruppen wichtiger sind als die Titel oder Benennung.

Beispiel: Keltischer Priester (Druide) der Bericht von Titus Livius (Tod vom Konsuls Postumius) der dem Bojern (Norditaliens) gefallen ist. Sein Schädel als Gefäß diente. (Kelch des Tempel- oder Oberpriester) = Druiden. (lat. sacerdotes et antisitites templi)
4 Jh. n. chr. Von Ausonus beschriebene Klassendefinition:

Zitat: Zitat aus dem Buch:

Attius Paters, Rhetoriker:

„Du stammst aus einer Druidenfamilie der Bajokassen, und wenn der Ruf nicht das Vertrauen trügt, so liegt dein heiliger Ursprung im Tempel des Belenus“;

Phoebicius, Grammatiker:

„Auch den Greis werde ich nicht vergessen,
der Phoebicius heißt
und der als Hüter des Belenus,
keinen Gewinn schlug,
sondern indes, so sagt man,
aus einem Druidengeschlecht
des Landes Armoricum stammt,
und dank der Unterstützung seines Sohnes einen Stuhl in Bordeaux erhielt.“

Es gab also überall Druiden, wo es auch Kelten gab. Jedoch gab es keine Druidenfamilie, weil die Priesterklasse nicht erblich waren/sind.
Druida (Professor) = Druide, waren zu der Zeit nicht öffentlich und somit hatte Ausonus nur diesen Begriff.

Die Bezeichnung:
(a) generell
- Druiden
- Philosophen, theologische Weise,
- Vornehme
- Priester
- Magier
(b) einschlägige
- Barden, Dichter, Schmarotzer, Musiker,
- Vaten (Euphage, Eubagen),
- Gutuater
- Auguren, Haruspex,
- Hellseher
- Astrologen (Astronomen)
- Ärzte

Findet man diese Begriffe, sollte man die Texte genau untersuchen.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:16

III. Geschichte und Mythos der Druiden

Cäsar’s berichte (De Bello Gallico (auch hier im Forum zu finden)) sind dem ganzen Druidentum herablassend erzählt.
Besonders gegen Diviciacus (Druide) der Einfluss hatte im Staat und Militär. Dieser Druide, der historisch belegbar ist, hatte ein Bild über die Regierung, als die Klassen oder Aufbau.
Zeugenaussagen von: Cicero’s, das Diviciacus ein Wahrsager sei und Cicero ihn den Druidenklassen reiht.
Das ganze ist historisch nicht mehr nachvollziehbar. Der Diviciacus scheint kein richtiger Druide zu sein, sondern nur Staatmann.
Im Grunde stellen die Gaelen, die Britannier und die Gallier 3 Zweige eines Volkes dar.
Es überschnitten:
Sprache, Sitten, Religionen, Mythen, Kriegstechnicken.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:19

IV. Erklärung des Wortes „Druiden“

Die älteste Definition von Plinius:

„Druiden“ – griech. (drys: „Eiche“)
Neuirisch (draoi: „Hexer“)
Walisische (dryw: „Zaunkönig“)
Betronische (drev: „freudig“)

Gallische druides (sing * Druis)
Irische druid * dru – wid – es („die – seher – Gelehrten“)
Lateinisch videre „sehen“
Althochdeutsche „witan“
Deutsche „wissen“
Sansktritische „veda“

Es ist von daher nicht leicht die Druiden auf ein Punkt festzulegen, da ihre Aufgabe umfangreich und unter schiedlich sind. (Individuen)

„In dieser Hinsicht ist er; Vermittler zwischen den Göttern und den Menschen“

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:20

V. Definition und Unterschiede von Druiden, Vaten und Barden

Priesterklasse
Barde
Filid – „Poeten“

Vaten

Druiden
- Harfenist ( Musiker) Barde
- Poet (Dichter) Barde
- Geschichtsschreiber (Erzähler) Barde
- Hexer (Magier) Druide
- Arzt (Heilkunde) Druide
- Mundschenk (Diener) Druide ( Vermittler zwischen Go(e)tt/er und Mensch)
- Richter (Gerechtigkeit) Druide
- Wahrsager (Hellsichtig) Vate (Ovate)

Die Geschichte von Lug, wo er in Tara ankommt. Dort sieht man ganz klar das Lug alles von der Priesterklasse innehatte. Druide, Handwerk und Krieger.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:22

VI. Die dreigeteilte Ideologe Irland und Galliens

Klasse 1:
Augabe: Priester
Indien: brahmane
Gallien: *druis
IRLAND: drui

Klasse 2:
Aufgabe: Krieg
Indien: Kshatryo
Gallien: equites
IRLAND: flaith

Klasse 3:
Aufgabe: Produktion, Friede, Reichtum
Indien: Vaishya
Gallien: plebs
IRLAND: goba (Schmied), cerd (Bronzeschmied), saer (Zimmermann)

Vieles wurde durch die Christianisierung überdeckt. In Irland waren die Priesterkasten bekannt, jedoch in Gallien nicht.
Siehe spätere Tabellen.
Verwirrung schafften die Worte für
männliche: drui, banfile, faith
weiblich: bandrui, banfile, banfaith

Frauen hatten hier in dieser Zeit wohl nur Zugang zur Wahrsagerei, mit oder ohne Magie Einfluss.
Egal welchen Rang sie hatten sie wurden alle als Druiden bezeichnet. In Irland gab es Frauen in Mengen, als Bandrui, jedoch in Gallien durch fehlende Dokumente schwer ist.
Druidinnen gehört wohl zur Illusion und als Traum, als Täuschung.
Ist auf keinen Fall bei Cäsar zu finden, der mit Sicherheit es verfälschte. Die erste Druidin, nach unserer Zeitrechnung im 3 Jahrhundert, Geschichte schreibt. Die einen Diokletian, der von 284 – 305 herrschte, das Kaiserreich prophezeite, wenn er ein Wildschwein mit eigener Hand tötet:

„Du bist ein Geizhals und zu Sparsam“, kam von der Druidin, worauf er antwortete: „Wenn ich Kaiser bin, werde ich große Dinge vollbringen.“ Sie Sagte: „Spaße nicht, sobald du ein Wildschwein tötest, wirst Du es sein.“

Von Lampridus wurde bekannt, von der einen Druidin die im Jahre 235 den Tod von Kaiser Alexander Serverus prophezeite.

„Geh, doch vertraue deinen Soldaten nicht und hoffe auf keinen Sieg.“

Diese Druidein, von Diokletian, lebte in einer herberge und legt wohl nur Karten oder Wahr sagte, als Priesterin, das allen grund hat, das wir Misstrauisch wurden. Sie ließ sich nicht bezahlen, doch aus dieser Fähigkeit ist noch lange nicht raus das sie zur Priesterkaste gehört oder ist.
Irland hatte den Frauen einen ehrenhaften Platz gegeben in der Mythenzyklen und Epenzyklen.
Sie waren dort beliebte Figuren, als Dichterin und Seherinnen, sowie als Druidinnen.
Hinweise das Druidinnen keine Opfer vollzogen oder ein kleines Ritual machten, wurde nicht gefunden, sowie auch das sie beauftragt wurden zu lehren oder dem König zur Seite standen.

Druide

Benennung

Gallien:
*druis (Cäsar) Aufgaben: Oberbegriff für alle Priesterklasse
Druida (später Autoren)
Philosophen (Diodor von Sezilien)
Aufgaben: Studium aller Wissenschaft der, Menschen und Götter: Religionswissenschaft, Astronomie, Physiologie u.s.w.
Theologen (Strabo) Aufgaben: Recht, Unterreicht, Satire, Weissagung, Wahrsagerei, Zauberei, Krieg, Kult und Opfer

Irland:
Drui Abweichung: Nach der Christianisierung: Hexerei und niedere Magie

Wales:
Derwydd Spätere Begriffe ohne traditionellen oder religiösen Wert

Cornwall:
*drewyth

Bretagne:
Drouiz


Vate

Benneung

Irland:
File:
Aufgaben: Satire, Zaubergesang, Weissagung, Recht, gesprochene und geschriebene Magie, Medizin, Unterricht, Musik, Krieg.
Abweichung: Offizielle, schriftliche, gesprochene oder gesungene Dichtung (durch Übernahme des Aufgabenbereichs der Barden).

Gallien:
Vatis: Aufgaben: Wahrsagerei, Weissagung, Opfer
Euphages (Timagenes)
Ouateiz (Strabo)
Mauteiz (Diodor)

Irland:
Faith: Abweichung: Gesang, Lobpreissungen, Dichtung, Satire, funktioneller Begriff, ohne religiöse Bedeutung.

Wales:
Gwawd: Abweichung: Gesang, Lobpreissungen, Dichtung, Satire, funktioneller Begriff, ohne religiöse Bedeutung.

Barde

Benennung

Gallien:
Bardos: Aufgaben: offizielle, schriftlose Dichtung (Lob und Tadel), Musik
Dichter (Diodor): Aufgaben: offizielle, schriftlose Dichtung (Lob und Tadel), Musik
Irland: bard: frühzeitiger Abstieg durch Christianisierung

Wales:
Bardd: Aufgabe: Dichtung, Gesang, Musik

Gronwall: barth und Bretagne: barzh: Worte ohne religiöse Bedeutung (Mimiker, Gaukler)

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:23

Irische Priesterklassenauflistung:

Kategorie:
Druide
Name: drui (allgemeine Bezeichnung für alle Mitglieder der Priesterklasse ausgenommen der Barden)
alle bekannten Aufgaben: Religion, Krieg, Recht, Satire, Unterricht, Dichtung, Weis- und Wahrsagung, Opfer.

Kategorie:
File
Name: sencha
Aufgabe: Historiker, Antiquar, Stammbaumforscher, Lobredner, Professor, Architekt.
Name: brithem
Aufgabe: Richter, Jurist, Gesetzgeber, Schiedsrichter, Botschafter.
Name: scelaige
Aufgabe: Erzähler.
Name: cainte
Aufgabe: Satiriker.
Name: liaig
Aufgabe: Arzt, Chirurg (der Pflanzen-, Zauber- und die blutende Medizin anwandte)
Name: dorsaide
Aufgabe: Pförtner
Name cruitire
Aufgabe: Harfenist
Name: deogbaire
Aufgabe: Mundschenk.

Kategorie
Wahrsager (SEHERIN)
Name: faith
Name: banfaith (Wahrsagerin)
Name: banfile (Dichterin)
Alle drein wird die Aufgabe: Spezialist/in der Wahrsagerei (einzig und allein zugänglich für Frauen Priesterfunktion.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:25

2. Kapitel

Der Druide und die Gesellschaft

I. Hierarchie, Rekrutierung und Lehre

Der Druide ist kein Konkurrent der politischen Macht, solidarisch steht sie dem gegenüber. Sie lebt in Harmonie und ist ihr in machen Dingen überlegen. Er verkörpert die Geistige Macht gegenüber der weltlichen Macht. Diese nimmt den ersten Rang in der gallischen Stadt und irischen Provinz ein.

- Die gute Würde von File und Druiden, die durch Reichtum und der Vielfalt der Kleidung unterstrichen werden. Der vergleich als König ist im irischen Mittelalter die höchste Stufe der lobenden Steigung.
- Die Waffen wurden prachtvoll beschrieben. Nach der Geschichte von Ferchertnes, der Geschicklichkeit mit dem Schwert, was in die Luft geschleudert wird und wieder aufgefangen wird ohne jemand zu verletzten. Diese wird nur wenig zugesprochen, wie Cuchulaim oder Conale Cernach.
- Macht über das Gewässer (Ferchertner); Macht über das Feuer (Cathbads)
- Die Hierarchie ist nicht wie heute ein administrativer oder religiöser Rang, eher auf spiritueller und intellektueller Überlegenheit. „Quelle des Wissens“ (Cathbad) Die Druiden ihm anschlossen wie seine zwei Söhne die Druiden waren.
- Druide und Filed waren durch ihre Fähigkeiten im Kampfe, die sie der Armee zu kommen ließen, zusammen hielten und nicht als Konkurrenten zu sehen.
- Zusammen halt der Druiden und der irischen Filed. Jedoch kam diese Rivalität zwischen mehreren gleich hochen Würdeträgern, wenn der Oberste starb. Unter den Fachgebieten gab es auch unterschiede: Grade, Titel, Stufen der Kenntnisse.

Die Geschichte des 9. Jahrhundert

„Gespräch der zwei Weisen“ Immacallam in da Tuaraid)
Auch im Libra celtica nachzulesen.

Es geht hier um zwei Filid von Ulster, die sich für das Amt des Doktors (Ollamh) bewerben. Nede ist ein ehrgeiziger, junger Mann, der Sohn Adnaes (dem kurz zuvor gestorbene Titelträger des Amtes).
Ferchertne ist ein berühmter Dichter und ist älter.
Nachdem sie beide vom Tod ihres Vaters gehört hatten, machte sich Nede und sein drei Brüder auf den Heimweg, nach Emain Macha, der Hauptstadt von Ulster:
Nede wandert mit einem silbernen zeig über seinem Knopf, das war das Zeichen für Anwärter (Anruth), Doktoren oder Ärzte trugen einen goldenen, alle anderen Dichter haben einen bronzenen Zweig über ihren Kopf.
Sie zogen nach Emain Macha.
Bricrius traf ihn im Weideland an, wo er sagte, dass Nede durch sein Einspruch und sein Eingreifen Doktor von Irland werden könnte, wenn man ihn dafür belohnte.
Nede gab ihm darauf hin eine purpurne Tunika mit goldenen und silbernen Stickerein.
Bricrius sagte ihm, dass er hingehen und auf dem Platz des Doktors Platz nehmen solle, und dass Ferchertne tot sei. Der aber im Norden von Emains war, der einen Schüler hatte und diesen Wissenschaft lehrte.
Bricrius erklärte jedoch das ein Mann ohne Bart, das Amt des Doktors von Emain Macha nicht übernehmen kann, da es ja noch ein Kind sei.
Nede sammelte eine Handvoll Kräuter die er mit einem Zauber belegte, das ihn alle glaubten er trüge einen Bart.
Er setzt sich auf den Platz vom Doktor und legte sein Rock an, der dreifarbig war. Glänzende Vogelfedern in der Mitte, untere Vorderseite aus weißer, Bronze und ein goldenes Oberteil.
Bricrius ging zu Ferchertne und erzählte ihm:
„Es wäre schlecht, o Ferchertne, wenn dir der Doktortitel entginge. Ein junger ehrenwerter Mann hat das Dokteramt übernommen.“
Ferchertner war wütend und ging in den Palast, wo er auf der Schwelle stehen blieb und fragte, die Hand auf sein Stabgestützt:…
Gespräch: (nachzulesen siehe oben)

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:27

- gr. Weise -> - Doktor <- - Weiser der Philosophie GROßE WEISEN

- Anruth
(glänzender Weg)

- Der Weise
- Die Felswoge
- Der Erleuchtete
- Der Befrager

7 Grade des File:
- Eces (Dichter)
- Files (Seher)
- Der Dokor
- Anruth
- vornehme Woge
- cli
- Dos
- Mac Fuir mid (Lehrsohn)
- Fochloch (Lehrling)

- Ollam 7 x 50 Geschichten
- Anruth 3 x 50 + 25 Geschichten
- Cli 80 Geschichten
- Cana 60 Geschichten
- Dos 50 Geschichten
- der Mac Fuir mid 40 Geschichten
- Fochloch 30 Geschichten
- Driac 20 Geschichten
- Faman 10 Geschichten
- Oblaire 07 Geschichten

Hauptgeschichten:

Zerstörungen, Raubzüge, Lobpreisungen, Kämpfe, Morde, Schlachten, Entführungen, Streite, Feste, Belagerungen, Abenteuer, gewaltsame Tode und Plünderungen.

Nebengeschichten:
(intuitiv) Satire, Sagen, Erzählungen, Märchen…etc.

Entlohnungen

- Ollams ( Doktor)
o Dichterdoktor Preis:
 7 Sklavinnen (für ein komplexes „ana main – Gedicht“)
 10 Kühe +
 1 Fräse
o für ein „nath“
 5 Kühe
o für ein „anair“
 2 Kühe +
 1 Fräse
o für ein „emain“
 2 Kühe
o für ein „laid“
 1 Kuh
= 21 Kühe

24 Personen folgten ihm für eine Nacht der Unterhaltung oder Krankenbesuch
10 Personen gew. Dienste
10 für eine Festnacht
Und
8 Personen um Schulden oder Vorträge einzufordern.

Sein gesamter Schutz für ein Monat für Kost und Logis.

2/7 Nebengeschichten
7 x 50 Geschichten
5/7 Hauptgeschichten

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:31

Zitat: Sinnesgemäß aus Cäsar, de Bello Gallico VI (13)

13.

(1) In ganz Gallien gibt es nur zwei Klassen von Männern, die an einigermaßen hervorragender und ehrenvoller Stelle stehen. Denn die untere Volksschicht wird fast wie Sklaven behandelt; sie wagt nicht, selbständig zu handeln, und wird zu keiner Beratung hinzugezogen.

(2) Da die meisten unter dem Druck von Schulden oder hohen Steuern leben oder aber durch rechtswidriges Verhalten der Mächtigen bedrängt werden, begeben sie sich in die Sklaverei. Die Adligen besitzen ihnen gegenüber alle Rechte, die ein Herr seinen Sklaven gegenüber hat.

(3) Von den erwähnten zwei Klassen ist die eine die der Druiden, die andere die der Ritter.

(4) Den Druiden obliegen die Angelegenheiten des Kultus, sie richten die öffentlichen und privaten Opfer aus und interpretieren die religiösen Vorschriften. Eine große Zahl von jungen Männern sammelt sich bei ihnen zum Unterricht, und sie stehen bei den Galliern in großen Ehren.

(5) Denn sie entscheiden in der Regel in allen staatlichen und privaten Streitfällen. Wenn ein Verbrechen begangen worden oder ein Mord geschehen ist, wenn der Streit um Erbschaften oder den Verlauf einer Grenze geht, fällen sie auch hier das Urteil und setzen Belohnungen und Strafen fest.

(6) Wenn sich ein Privatmann oder das Volk nicht an ihre Entscheidungen hält, untersagen sie ihm die Teilnahme an den Opfern. Diese Strafe gilt bei ihnen als die schwerste,

(7) denn die, denen die Teilnahme untersagt ist, gelten als Frevler und Verbrecher, alle gehen ihnen aus dem Weg und meiden den Umgang und das Gespräch mit ihnen, damit sie nicht durch ihre Berührung Schaden erleiden.

(8) An der Spitze aller Druiden steht ein Mann, der den höchsten Einfluß unter ihnen genießt.

(9) Stirbt er, so folgt ihm entweder der nach, der unter den übrigen das höchste Ansehen besitzt, oder aber sein Nachfolger wird von den Druiden gewählt, wenn mehrere gleich hohes Ansehen besitzen. Nicht selten wird dann jedoch auch mit Waffen um die leitende Stelle gekämpft

(10) Zu einer bestimmten Zeit des Jahres tagen die Druiden an einem geweihten Ort im Gebiet der Carnuten, das man für das Zentrum ganz Galliens hält. Von allen Seiten kommen dort alle die zusammen, die einen Streitfall auszutragen haben, und unterwerfen sich den Entscheidungen und Urteilen der Druiden. Man glaubt, dass die Lehre der Druiden aus Britannien stammt

(11) und nach Gallien ist.

(12) aber gehen die, die tiefer in ihre Lehre eindringen wollen, meist nach Britannien, um sie dort zu studieren


Dieser Hinweis gibt und hilft uns, dass es nicht erblich war. Auch Fähigkeit und auf eigenen Wunsch war zugelassen. Sie hatten Recht sich den Einführungskurs oder bei mehren Druiden zu besuchen. Allerdings so nicht viel brachte.

Auch die Aussage oder Mutmaßung dass es die Söhne oder Töchter der Druiden folgen könnten, sowie der Königssohn in die Fußstapfen des Königs zu steigen, gab es bei den Druiden NICHT. Also keine Druidenfamilie.

Cathbad hatte 150 junge Edelleute

Cuchulain der da erst 5 Jahre alt war, wurde grob behandelt.

„File -> Dallan Forgoll hatte 150 Schüler.
Was natürlich unmöglich war, das alle Kinder und Jugendliche zum Druiden wurden. Nur die BESTEN kamen durch.

Druide wurde der Erzieher der Jugend und es gab solch ein vergleich nicht mal in Griechenland, Rom, Germanien. Dies war einmalig bei den Druiden.
Einige Schüler kehrten auch zu ihren alten Meister zurück, weil sie zugaben noch nicht alles zu Wissen.
Auch damals schon musste man sich mühe geben, sowie heute, zu lernen.
Eine Ausbildung (Studium dauerte 20 Jahre, wenn wir die Grundschule und Gymnasialausbildung zurechnen.

Unterrichtsfächer bei den Druiden

- Astronomie: Kalender Erstellung genaue Zeit, Mond- und Sonnenzyklen; Festtage; positive und negative Perioden; Kalender von Coligny (den die Forscher immer noch nicht richtig entschlüsselt zu haben scheint); Sternen Beobachtung für Weis- und Wahrsagen, bedarf es mathematischer Kenntnisse.
- Physiologie: Art Alchemie die sich (Naturwissenschaft) abwich vom Mittelalter; („zauberhaften, blutigen oder pflanzlichen“)
- Theologie (Religionswissenschaft): Verhältnis zwischen Götter und den menschen; Unsterblichkeit der Seele; Verhältnis zur Schrift; jenseitige Welt und nordischen Ursprünge
- Geschichte: Dichtung, Musik, Grammatik, Redekunst
- Kosmogonie und Kosmologie (Geographie, Lehre des Ursprungs): Lehre der Welt.

Nachtrag:
Welche 12 Disziplinen muss sich ein Druide heute auskennen? (mindestens 3 - 4 sollten gut beherrscht werden).

- Biologie/
- Kunst/Bildung
- Handwerk/Technik
- Religion/Magie
- Musik/Tanz
- Schrift/Symbole
- Recht/Gesetz
- Medizin/Wissenschaft
- Geschichte/Mythen
- Philosophie/Etik
- Astrologie/Divination/Orakel
- Kampfkunst / Selbstverteidigung


Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:34

II. Priesteramt und deren Aufgaben

- Druiden sind Priester
- Vaten Fachmänner der Weissagungen
- Barden kümmerten sich um Dichtung und Literatur

Das Priesteramt wird durch die Restlichen Druiden Vervollständigt:
1.
– (von Cäsar) Theologie, metaphysische Überlegung
- Ofer
- Kulthandlung, Rituale, verschiedene Tätigkeiten
2. traditonelles lehren von Lehrsätzen.
3. Richters und Ratgebers

1. Opfer und Opferer

Es gab verschiedene Begriffe in lateinischen für’s Opfern, die durch die Christianisierung gänzlich weggelassen wurde. Auch durch die Gebiete änderten sich die Worte.

Adpert -> „das, was dargebracht wird“

Opferform:
- am Altar
- durch Verbrennung
- durch Verbluten
- Ersticken
- Ertränken
- Erhängen
- Bergraben

Zitat: Sinnesgemäß Bello de Callico VI (16)

16.

(1) Alle gallischen Stämme sind sehr religiös,

(2) und aus diesem Grund opfern die, die von schwerer Krankheit befallen sind oder sich in Krieg und Gefahr befinden, Menschen' anstelle von Opfertieren oder geloben solche Opfer. Die Druiden führen diese Opfer durch,

(3) denn die Gallier glauben, der Wille der unsterblichen Götter könne nur besänftigt werden, wenn für das Leben eines Menschen ein anderes eingesetzt werde. Auch von Staats wegen haben sie Opferbräuche von der gleichen Art.

(4) Andere Stämme besitzen Opferbilder von ungeheurer Größe, deren Glieder durch Ruten untereinander verbunden sind. Diese füllen sie mit lebenden Menschen aus. Dann werden die Götterbilder von unten angezündet, so dass die Menschen in den Flammen umkommen. Sie erlauben zwar. dass die Tötung von Menschen, die bei Diebstahl, Raub oder anderen Verbrechen gefaßt wurden, den unsterblichen Göttern angenehmer ist, wenn es ihnen jedoch an solchen fehlt, gehen sie auch dazu über, Unschuldige zu opfern.


Altaropfer – wurde den Göttern was geopfert Meist jedoch waren es Sklaven (Menschenopfer)

Verbrennung – Ehebruch als Strafe, auch wurde Verbannung ausgesprochen. Bei Begräbnissen wurde alles was der Tode liebte mit ins Feuer gegeben. Egal, ob Frau, Tier, Sklaven oder Hab und Gut.

Diese Menschenopfer jedoch waren freiwillig, wie der Pomponius Mela III, 2, 18 bestätigt.

Tieropfer hatte schon ein hohes maß an Rituellen Vorgaben; wie z. B. Das eine weißer Stier geopfert wurde und nur ein guter Mann, in diesem Blut baden durfte. Das Fleisch jedoch dem ganzem Volk zukam, dieses war bei ihnen öffentlich.

Kriegsgefangene, Räuber, Diebe etc. wurden mit ihrem Leben bezahlt, was sie so nicht wieder hätten gut machen können.

2. Druide als Richter

Bei den Kelten gab es dieses öffentliche Recht wie bei den Römern, jedoch war das Privatrecht bei den Kelten größer. Was sich auf Familien, Kantone und die ganze Stadt übertragbar war.
Es gab Privatverträge mit Pflichten und Rechte.

Es wurde natürlich unterschiede gemacht, ob Familie, Mann, Frau, div. Ränge und kamen sie nicht zu einer Einigung, wurde ein Rechtsstreit oder Gottesurteil beantragt. Bei Königen (Prinzen oder zwei Staaten wurde zum Krieg aufgerufen, was damals normal war.
Befehlsverweigerung oder Flucht (elud) hatte in Irland seine Konsequenzen und Folgen zu tragen. Ein Mensch, der zu so was verurteilt wurde, hätte keine Rechte mehr, weder bürgerliche oder religiöse. Man durfte selber kein Gastrecht mehr zukommen lassen, ansonsten wurde man selber bestraft.

Die Fachgebiete waren auch hier sehr weitläufig. In Irland war dieses Recht unbekannt und hatten Regelsystem im irischen Recht.
Hier wurde die Summe bestimmt für den Schadenersatz.
Dem langem Rechtstudium und das erlernen der Sprachformen erhöhte ihr ansehen.
Diese Sprache war nur den Dichter, Richter und Wahrsager vorbehalten, sprich den Druiden.

3. Druide als Botschafter

Druiden wurden als Botschafter (Diplomat) gesandt, um Frieden zu schließen, wären eines Krieges.

4. Druide als Erzähler und Historiker

Hier gibt es nur die Begriffe „Erzählung und Berichte“, da die Kelten keine unterteilten Wörter wie: Sagen, Mythologie. Erzählungen und Bericht war der Oberbegriff für das Ganze.

Die Druiden teilten ihre Literatur in

Themen auf:

- Raubzüge
- Frauenwerbung
- Gewaltsame Tode
- Kämpfe
- Belagerungen
- Entführungen
- Uws.

Auch gaben sie sich leidenschaftlich

- der Geschichte
- der Ahnenkunde
- der Ortsnamenkunde
- der Wörterkunde
hin.

Da waren nur zuständig die Druiden und Filid speziell.

Es gab in Irland jedoch durch die Christianisierung zwei hälften in Irland.
Die eine nannte sich „nach patrickianische Irland“, die sich auch im Schriftrecht, lernte die: Lateinische, Griechische und Gälische.
Das höchste Lob was Druiden bekamen, war, wenn sie die Geschichten nicht veränderten.

Sie schrieben auch Glossare, Abhandlungen zu Grammatik und Versmaß.

Bekannt ist das durch die Christianisierung, vieles umgeschrieben wurde, jedoch die Geschichte Irlands blieb.
Auch die Übersetzungen sind noch heute nicht immer so genau.

5. Druide als Arzt

3 Techniken der Medizin

- Magische (Zaubergesänge)
- Blutige (Tiermarkt)
- Pflanzliche (Heilpflanzen)

6. Druide als Architekt

Sie bauten auch Wohnsitze mit Putz (almu) so war der Wohnsitz weiß und verdiente dort den Namen zu recht „Almu“ (Leinster)

7. Druide als Pförtner

Aus der Geschichte von Lug geht hervor, dass es auch hier ein Pförtner – Druide gab. Der die Ankunftlinge befragte, erst nach allen frage konnte man Lug in Tara hineinlassen. Auch aus der Geschichte von König mit einen Silbernen Arm und sein Pförtner mit einem Katzenauge, der sehende Druide. Eine andere Geschichte die den Beweiß bringt das die Pförtner auch Druiden waren. Zwei Druiden namens Crom Dercil und Crom Darail, die Schüler warern beim Druiden Cathbad.

Nachtrag:
Was ist ein Druide?

Ein Lehrer.

Was ist die Aufgabe eines Druiden?

Wissen weiter zugeben und zu Lehren.

Was ist ein Priester?

Ein Vermittler zwischen Göttlichen und dem Mensch.


Druiden sind AUCH Priester.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 28.08.2007, 10:35

III. Druide und der Krieg

1. Druiden waren auch Krieger, der bekannteste Druide, Cathbad. Ein Krieger musste auch die Dichtkunst beherrschen. Es gab 10. Bedingungen der Fianna (Krieger).
2. Man musste Poet sein und 12 Gedichtsbänder vollendet haben.

Krieg und Dichtung fanden bei den Fianna Vereinbarung. Die Druiden waren freigestellt vom Kriegsdienst und von den Kosten, was aber nicht bedeutet sie sein keine Krieger. Diese mit Schwert und Lanze bestückt waren.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 29.08.2007, 11:14

IV. Druide und der König

Spirituelle und Weltliche Macht

Gallien:

König und Druiden beide solidarisch und ergänzten sich früher. Der Druide schlichtete Kämpfe unter zwei Rivalen. Auch im Krieg versuchte er diese vom Kampf abzuhalten. Wobei hier auch die Gegenseite von ihm profitierte. Mit Dichtkunst wurde Frieden beschlossen.

Jedoch gab es auch Situation, wo Könige und Druide zu beruhigen versuchten, wenn sich das ganze Volk durch eine Intrige, Umbringt. Hier allerdings hatte auch der Druide mehr Rechte. Auch wurde hier nicht jedes Mal gekämpft mit Schwertern, sondern auch ein Wortstreit (Rededuell) veranlasst. Der Druide schritt ein, wenn es nicht bei der Sprachlichen Mittel blieb und überschritt. Bei allen Festlichkeiten saß der Druide neben den König, dem großen Respekt entgegen gebracht wurde.

Auch ernannte der Druide ein neues Oberhaupt, wenn es keinen mehr gab, was aus der Kriegsklasse gewählt wurde.

Irland:

Hier war das Verhältnis zwischen König und Druiden ähnlich.
Bei den Ulaten war es Verboten vor dem König zu sprechen und beim König gab es das verbot, vor dem Druiden das Wort zu ergreifen. D. H. Wer den König sprechen wollte, musste erst mit den Druiden reden. Dieses liegt der religiösen Macht an. Jedoch musste der König sich an den Ratschlag des Druiden nicht halten, diese Entscheidung traf der König immer allein. Dieses Recht war in der Blütezeit der Kelten. In der Zeit wo Patrick kam, sprich Christianisierung, wurden 3. Personen zu sprechen erlaubt.

- Chronisten (Bericht)
- Dichter (Lobpreisungen, Satire (Musik))
- Richter (Kommentar und Richten)

Nachdem Patrick da war, gab man diese Aufgaben, den Redegewanden Mann der weiße Sprache des Evangeliums.
Der König der Böse bestrafte und gutes belohnte, war ein guter König. Ein schlechter König war, wer dem Volk das Wohlergehen nicht interessierte, keinen Geschenke machte und die Abgaben (Steuern) erhöhte.

In der Legende von der Kriegerin Macha

3 Herrscher (Könige) über 7 Jahre in Ulster

- Dithorba
- Aed Ruad
- Cimbaeth

Dieses durch einen Vertrag festgesetzt wurde, 7 Druiden, 7 Barden, 7 Stammeshäuptlingen unterzeichneten.

Nachtrag:

Was ist Macht?
Philosophiere ich:

Wissen ist Macht. Die Macht auch Nein zu sagen, die Macht über sich selber. Wissen bedeutet Macht über andere sprich Feinde zu haben.

Nur wer sie sucht wird sie nicht bekommen und finden.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 29.08.2007, 11:17

Die drei Sünden des Druiden

3 Klassen betreffen die Sünden die ein Druide zum Ende seines Lebens macht.

- Königsherrschaft zu bemächtigen (W. Stokes – Gelbes Buch von Lecan)

Der File (bzw. Druide) also folgende 3 schwere Fehler:

1. Ebene, Priesterstand:
Wenn er eine ungerechtfertigte Satire spricht und somit missbraucht er sein Priesteramt.
2. Ebene, Krieger – bzw. Königsstand:
Wenn man nach Königtum trachtet. Ein Druide hat unfairerer Weise und mit Tücke die weltliche macht übernommen.
3. Ebene, unvereinbarte Beziehung im Priestertum:
Wenn man Ehebruch begeht, einer weibliche Versuchung nach gibt und oben drein Komplize einer schuldigen Gattin wird. Man eignet sich also nicht nur das Königtum an, sondern verunreinigt die königliche Ehe. Dadurch verliert es Souveränität im Würdigsten und Notwendigsten Punkt.

Strafe des Druiden:

- tod durch ein Splitter eines Felsen, der zerplatzt und in die Luft fliegt.
- Steinsplitter tritt durch das Auge in den Kopf ein. (Hier geht es nicht nur, um das Organ der Sicht, sondern auch um die Hellsicht: Damit er nicht sein Tod voraussehen kann.)

Hierarchie des Irischen Königtums

Oberster König Irlands mit Residenz in Tara
Provinz Meath (Mide „Mitte“)
Vier Könige der „umliegenden“ Provinzen- Ulster
- Connaught
- Munster
- Leinster
In jeder Provinz eine wechselnde Anzahl
Kantonalkönig (Tuatha)
1. Möglichkeit: 2teilung des Königsreich (Ulster, mythisches Irland: Nord und Süd)
2. Möglichkeit: 3teilung des Königswürde, Ablöse durch Zeit (3 Könige je 7 Jahre)

Zusammenfassung der Eigenschaften der Druiden:

- lange Lernphase und Einweihungsphase zum Priester.
- (Vermittler zwischen Göttern und Menschen (Krieger und Handwerker), die der König vertritt.
- Vertritt die geistliche Macht:
- Predigt das Heilige
- Alleiniger Verwahrer und Verantwortlicher des Wissens, Kenntnisse und aller Esprit (Verstand, Vernunft) und Theologie, Nachdenken und Handeln, sowie Taten. (Opfer, Zauberei, Medizin, Recht Weissagung, Hellsehen, Stammbaumkunde, usw.)
- Erteilt Ratschläge und Anweisungen. Manchmal gebunden wird durch einen Einspruch oder ein Verbot.
- Druiden ergreifen vor dem König das Wort.
- Keine Verpflichtungen oder Verbote unterstellt.
- Druiden sind über jeden Makel und körperlich und geistigen Schaden erhaben.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 29.08.2007, 11:37

3. Kapitel

Zeremonien und Spirituelle Handlungen der Druiden.

Auch hier ist nichts Schriftliches bekannt oder niedergelegt bei den Kelten, auf die Gründe komme ich zurück.

Ich gehe genauer auf die Handlungsweisen von Druiden ein: Cathbad, Mog Ruid, Momoros,…

Diese Aufzählung ist bestimmt nicht vollständig, noch als Zauberbuch zu sehen.

Diese sind rein Intuitive beantwortet und können noch im Nachhinein erweitert werden. Meine Aussagen hier, sind als Punkt für Forschung und weiteres Hinterfragen, die Anregen sollen.

I. „Druidentaufe“ und Verbote

Vorzeichen und Wahrsagung

1. „Taufen“ und Namensgebung

Setanta erschlug den Hund von Culann, worauf der Junge ein eigenes gerechtes Urteil Fällte, das der König Conchobar und der Druide Cathbad beeindruckt waren. Er bekam von da an seinem neuen Namen Cuchulainn.

Die Taufe von König Conchobar:

Frisch Gebohren noch in der Fötushaltung nahm ihn der Druide Cathbad zum Fluss, wo er ihn reinhielt, so dass ihm am Rücken das Wasser rann. Der Druide gab ihm den Namen vom Fluss, „Conchobar“, Sohn Fachtnas.

Es erinnert an die Kontinentalkelten (und Germanen), die ihre Babys in den Rhein hielten. (Die Griechen verstanden diese Zeremonie falsch und machten je nachdem, ob das Baby überlebte oder nicht, die Treue der Mutter fest.)

Sinnesgemäß aus Aristoteles, Politik VII, 2, 5:

„ Kaltes Wasser tauchen oder mit einem leichten Gewand bedeckt, auch bei den Kelten war es der Brauch.“

Eine Taufe musste nicht so ausführlich sein, wie oben erwähnt. Es reichte auch ein Zeichen.

Bei Schwangeren (wie aus der Erzählung von „Die Verbannung der Söhne Uisnechs“), wo das Kind im Mutterleib ein Laut von sich gibt. Der Druide Cathbad die Hand auf den Bauch der Mutter legte und den Namen „Deidriu“ heißen wird und Bosheit sie umgibt.
( Nachzulesen im Forum: Keltische Sagen aus Irland -> http://www.iphpbb.com/board/ftopic-33655528nx5855-1939.html)

Weitere Geschichten mit Namensgebung die eine große Bedeutung hatten.

o Mabinogie von Pwyll
o Mabinogie von Math
( Nachzulesen im Forum : http://www.iphpbb.com/board/ftopic-33655528nx5855-1940.html)

So wurde es in Irland gemacht und man nimmt an, dass es in Gallischen auch so war.

Dasselbe war auch bei Orts- und Volks-, Stammes-, Sippennamen:

o Lugudunum -> Stadt des Lug (Lyon)
o Mediolanum -> Zentrum der Perfektion (Meiland)
o Biturigens -> Könige der Welt oder Ewige König (Bourges Berry)
o Senones -> Die Alten (Sens)

Titus Livius hat die Gründung „Meiland“ überliefert.

Die Geschichte der Römer hat hier einiges übernommen von keltischer Mythologie, was Namensvergebung betraft.

Daniela Pahnke aka Machasolas
Machasolas - 29.08.2007, 11:38

2. Vorzeichen / Wahrsagen

Raben sind gute Wahrsagervögel.
Zaunkönig -> Druidenvogel, ein Vogel, der Weissagt.
Der Gesang wurde jedoch höher gemessen, als der Flug der Vögel.

Verweis auf ein Zitat der Elienus (Galater):
Sinnesgemäß: bei einer Heuschreckenplage vollzogen die Galater eine Zeremonie, die den Vogel herbeiriefen, die die Heuschrecken fraßen. Hatte einer dieser Galater versucht ein Vogel zufangen, so war die schwerste Strafe ihres Landes, der Tod. Wurde er / sie begnadigt oder freigelassen, dann wurden die Vögel so Sauer, das sie beim nächsten ruf nicht kommen würden.

Irland - > Botenvögel der anderen Welt - > sind immer die Schwäne.

Sie dienten nie als Weissagung.

Der lauf des Hasen, Huhn oder Gans wurde als gutes Vorzeichen gehalten. Cäsar verstand diesen Brauch jedoch auch falsch, sie werden zum freien Vergnügen groß gezogen.

Mag man Cicero glauben schenken, so haben Königin Boudicca und Galaterkönig Deirotorus, die Weissagung intus. Die jene in den Zeichen der Vögel lassen.

Das keltische Volk war für Vorzeichen sehr empfänglich, sie töteten sogar Frauen und Kinder, wenn sie vor einem Kriege standen, den sie nicht Gewinnen konnten. Man wollte vielleicht den Frauen und Kindern die Sklaverei ersparen.

Irland:
Weissagungen in mehreren Begriffen:

- druidecht -> Druidentum
- filidecht -> Wissenschaft des Dichters
- eicse -> Weissagung, Dichtung, Wissenschaft
- faitsine –> Voraussagen.

Die Kelten waren die besten und verfahrensten Völker der Vorzeichendeutung.

Daniela Pahnke aka Machasolas
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