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Kiki - 12.07.2008, 20:20
Jakobus 1,19-25
Jakobus 1, 19-25

19 Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Jeder soll stets bereit sein zu hören, aber sich Zeit lassen, bevor er redet, und noch mehr, bevor er zornig wird. 20 Denn im Zorn tut niemand, was vor Gott recht ist. 21 Legt also alles Gemeine und Schlechte ab und nehmt bereitwillig das Wort an, das Gott euch ins Herz gepflanzt hat. Es hat die Macht, euch zu retten. 22 Es genügt aber nicht, dieses Wort nur anzuhören. Ihr müsst es in die Tat umsetzen, sonst betrügt ihr euch selbst! 23 Wer die Botschaft Gottes nur hört, aber nicht danach handelt, ist wie ein Mensch, der in einen Spiegel blickt: 24 Er sieht sich, wie er ist, und betrachtet sich kurz. Aber dann geht er weg - und schon hat er vergessen, wie er aussah. 25 Anders der Mensch, der tief und anhaltend in das vollkommene Gesetz Gottes blickt, das uns frei macht. Er hört nicht nur hin, um es gleich wieder zu vergessen, sondern handelt danach. Freuen darf sich, wer das wirklich tut.

Gedanken zum Text:

Jakobus beschreibt hier zwei wichtige Dinge, zum einen das Hören und zum andern das Handeln. Es geht hier im Text um das Hören von Gottes Wort, welches Gott uns "in unser Herz gepflanzt hat" Jeder von uns hat somit die Möglichkeit Gottes Wort zu "hören" Hierzu reicht es aber nicht, nur unsere Ohren öffnen, sondern wir müssen in die Tiefe gehen, nach innen schauen und auch unser Herz öffnen, denn dort hinein hat Gott uns Sein Wort geschrieben.
Unsere Ohren werden tagtäglich berieselt mit vielerlei Geräuschen, Lärm, Gerede, wir sind täglich vielen Informationen ausgesetzt, da kann es im Alltag dann leicht passieren, dass das wirklich Wichtige nicht mehr wahrgenommen wird, dass es untergeht. Deshalb ist es nötig auch immer wieder still zu werden und in sich hineinzuhören, auf das was Gott uns sagen will. Eine gute Möglichkeit hierzu ist das Gebet. Wenn wir uns vor dem Gebet innerlich sammeln, still werden, den Kontakt zu Gott suchen dann sind wir auch bereit auf das zu hören, was Gott uns sagen will.
Die erste wichtige Handlung ist also das Hören, aber dabei sollte es dann nicht bleiben, sondern auf das Hören sollte das Handeln folgen, das heißt, wir sollten Gottes Wort dann auch in unserem Leben, in unserem Alltag in die Tat umsetzen. Gottes Wort nur zu hören und nicht in die Tat umzusetzen, wäre dann so, wie wenn wir etwas Gelerntes nicht anwenden würden. Oder wie in Vers 23 und 24 steht, "... wie ein Mensch, der in einen Spiegel blickt: Er sieht sich, wie er ist, und betrachtet sich kurz. Aber dann geht er weg - und schon hat er vergessen, wie er aussah"
Das Hören setzt bei uns normalerweise immer erst einmal etwas in Gang, einen Gedanken, ein Handlung, eine Bewegung. Wir hören zum Beispiel etwas herunterfallen und schauen dann,was es war, wir hören jemanden mit uns reden, das wiederum kann unserer Gedanken anregen, wir hören Musik und was die verschiedensten Gefühle in uns wecken kann, vielleicht ja auch die Lust zu tanzen.
Oft geht das Gehörte aber schnell wieder unter im Alltag und wird vergessen. Das kann manchmal auch nötig sein, da nicht alles wichtig ist, was wir hören, manches vielleicht sogar schädlich, das Wichtige aber sollte nicht vergessen werden. Deshalb ist es nötig Gottes Wort nicht nur zu hören oder zu lesen und dann eventuell wieder zu vergessen, sondern wir sollten es in in uns (nach)wirken lassen, erkennen, was zu tun ist, was richtig oder falsch ist und dann auch danach handeln. In Vers 19 steht noch, wir sollen hören uns dann aber Zeit lassen zu reden und noch mehr Zeit lassen zornig zu werden, denn Zorn tut niemanden etwas Gutes. Wir müssen lernen unserer Zunge im Zaum zu halten und nachzudenken und ruhig zu werden bevor wir reden. Zorn, schlechte Worte und Bosheit, halten uns davon ab Gottes Wort richtig zu hören und zu tun. Zorn, schlechte Worte und Bosheit stehen Gottes Wort entgegen, welches uns die Liebe zu Gott und zu unseren Nächsten ins Herz schreibt. Wir müssen uns unser Verhalten und unserer Worte immer wieder überprüfen und an Gottes Wort ausrichten. Gottes Gebote schenken uns Freiheit. Wenn wir sie nicht nur hören und dann wieder vergessen, sondern sie uns verinnerlichen und unser Handeln danach ausrichten, dann können wir uns freuen, wie in Vers 25 steht.

Ich wünsche uns allen das richtige Hören :herz:

Kiki
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