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girl - 10.04.2008, 15:37
Olympia Boykott und die Drahtzieher
Zitat: Eine Vorfeldorganisation der Berliner Außenpolitik ist maßgeblich in die Vorbereitung der aktuellen antichinesischen Tibet-Kampagne involviert. Dies geht aus Tagungsberichten und aus Recherchen eines kanadischen Journalisten hervor. Demnach wird die Kampagne von einer Zentrale in Washington gesteuert, die im Mai 2007 auf einer Tagung der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung mit der Organisierung weltweiter "Proteste" beauftragt worden ist. Die Pläne wurden unter Mitwirkung des US State Department und der selbsternannten tibetischen Exilregierung erarbeitet. Sie sehen publikumswirksame Aktionen während des olympischen Fackellaufs vor und sollen im August während der Spiele in Beijing ihren Höhepunkt erreichen. Die Kampagne startete bereits im vergangenen Sommer und profitiert nun von den aktuellen Unruhen im Westen der Volksrepublik China, die von den deutschen Medien mit deutlichem Interesse begleitet werden. Die Unruhen begannen mit mörderischen pogromartigen Überfällen tibetischer Banden auf nicht-tibetische Bevölkerungsteile, darunter die muslimische Minderheit Chinas. Sie forderten zahlreiche Todesopfer unter den Nicht-Tibetern und provozierten damit Reaktionen der chinesischen Sicherheitskräfte.

Zitat: Wie aus Recherchen eines kanadischen Journalisten hervorgeht, entfaltet die in Brüssel eingesetzte Washingtoner Kampagnenzentrale recht erfolgreiche Aktivitäten. Zitat: Während der britische Journalist James Miles ("The Economist") im CNN-Interview zurückhaltende Reaktionen der chinesischen Sicherheitskräfte beschreibt, dienen die Unruhen den deutschen Medien als Folie für eine Darstellung brutaler chinesischer Repression. Tatsachen spielen dabei offenbar eine untergeordnete Rolle.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57200?PHPSESSID=19hudiljqv91m1lis01r5nj4i1
tara - 10.04.2008, 22:48

china braucht sowieso einen denkzettel !
ich lese regelmäßig "national geographik" und die machen regelmäßig reportagen über china .
was das für ausbeuter sind , wie menschenverachtend und naturzerstörerisch sich die verhalten spottet jeder beschreibung , china ist die hölle :evil:
die meisten hinrichtungen auf der welt finden in china statt , menschen haben dort überhaupt keine rechte , ein staat der sklaven . gut das endlich unmut über chinas vorgehen gezeigt wird .

grüße
tara
girl - 17.04.2008, 11:12

Vorbild? Australien: "Wenn sie irgendjemanden anfassen..."

Zitat: Sydney/Islamabad - Australien hat den umstrittenen chinesischen Wächtern der olympischen Flamme mit Festnahmen gedroht, sollten sie beim Fackellauf in Canberra eingreifen.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1208324381374.shtml
tara - 17.04.2008, 15:39

recht so !
china hat anderen nix anzuschaffen , die sollen nur merken wie unbeliebt das regim in der übrigen welt ist :-x

ist dir schon aufgefallen , das auf waren aus china nirgends mer "made in china" draufsteht ?
nämlich aus dem grund weil man dann den krempel sofort fallen läßt (noch mehr seit dem giftigen kinderspielzeug) , der ruf chinas ist unter jeder kritik .

grüße
tara
Aedin - 05.05.2008, 09:44

...ich frage mich nur was passiert (oder auch nicht) wenn die Olympischen Spiele vorbei sind, wenn alle wieder nach hause fahren...

Im Grunde sind die Spiele von daher "gut", dass die Welt auf China schaut...aber passieren tut doch nichts. Die meisten regen sich über diese Regierung auf, vieles kommt (wieder) zur Sprache. Für Tibet eine Chance (vielleicht die letzte) um auf sich aufmerksam zu machen, auch für die Unterdrückten in diesem Land, vielleicht die letzte Chance, aber was wird nach den Spielen sein.....?

:roll:
Gerhard - 10.05.2008, 12:02

Was wird nach den Olympischen Spielen in Bezug auf Tibet sein?

Der Dalai Lama wird weiterhin durch die Welt reisen und überall ein wenig Interesse auf sich und damit auch auf die Sache der Tibeter ziehen. Die öffentlichen Medien werden längst mehrere andere Themen gefunden haben.
Aysha - 10.05.2008, 18:45

Im Grunde wird sich überhaupt nichts ändern, weil die ganze Welt vor China kuscht.

Aber man könnte ja auch nicht einmal etwas gegen China unternehmen, sitzen sie ja auch im UN WEltsicherheitsrat und haben eine gewichtige Stimme.

Die sollte man dort rauswerfen :evil:
Aedin - 13.05.2008, 09:40

Bliebe die Frage , würde man alle Länder aus dem Weltsicherheitsrat rauswerfen die die Menschenrechte verletzen, wer würde da noch übrig bleiben.....? :roll:

..der werfe den ersten Stein.... kann man so und so interpretieren...also: weiter geht's um Macht und Geld. Auge um Auge... :|
Gerhard - 13.05.2008, 21:15

Guten Abend!

Ich denke, es würde keinen Zugewinn an Sicherheit für die restliche Welt bringen, wenn man China aus dem Weltsicherheitsrat werfen würde. Gleichzeitig bezweifele ich aber auch, daß das so ohne weiteres möglich ist. Möglicherweise trägt ja gerade auch ein solches Gremium immer noch zu einer gewissen Mäßigung bei(kann man zumindest hoffen.).

Ich würde aber auch bei der Frage der Menschenrechtsbeachtung Qualitativ und Quantitativ Verstöße werten, sonst vergleicht man möglicherweise Äpfel mit Birnen. Es ist sicherlich ein Unterschied, ob ein Staat grundsätzlich die Menschenrechte beachtet oder ob auf Menschenrechte tatsächlich kein Wert gelegt wird und nur zählt, das man mit den Menschenrechtsverletzungen möglichst wenig oder gar nicht auffällt. Gerade dieses Ziel von Staaten, die die Menschenrechte nicht beachten, möglichst nicht mit Menschenrechtsverletzungen in der übrigen Welt aufzufallen und eine möglichst reine Weste zu haben bietet Menschrechtsorganisationen und Einzelkämpfern für die Menschenrechte Ansatzpunkte, helfen zu können. Daher ist die Gefahr groß, daß die Olympischen Spiele den falschen Eindruck vermitteln könnten, in China wäre alles mit den Menschenrechten in Butter.

Gruß
Gerhard
Thomas - 14.05.2008, 17:34

China ist ein Land mit zwei Gesichtern.

Da gibt es zum Einen eine komplexe Gesellschaft, die sich aus den Fesseln der Kulturrevolution, aus den Fesseln des Maoismuses befreit hat und sich stückweise auch aus den ideologischen Fesseln eines absoluten Kommunismuses befreit. Und zum Anderen gibt es eine Oligarchie, vergleichbar mit der Oligarchie Putin`s in Russland, die um jeden Preis an der Macht bleiben will - die KP China`s eben.

China ist von den Menschenrechten und einer Demokratie noch weit entfernt (ebenso wie Russland), aber auf dem Weg dazu. Das Problem, das sich für uns stellt, ist ein Problem des Kapitalismuses: Wir brauchen China als Markt - ebenso wie Russland - und da Geld bekanntlich die Welt regiert, verschliessen die einzigsten Instutionen, die tatsächlich Einfluss auf China (und Russland) haben könnten, zugunsten des Profits eben beide Augen - die weltweiten Wirtschaftskonzerne nämlich.

Uns so kommt es eben, dass man in China und Russland ganz "eigene" Vorstellungen von Regierungsgeschäft und Gesellschaft verwirklichen kann... Ein Boykott der Olympischen Spiele?.... Nutzt nix, aber ein Boykott chinesischer Produkte.... Da haben wir aber das Problem, das der, der nix hat -im Westen- gezwungen ist, auf "1 € Billigproduktionen" aus China zurück zu greifen....
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