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girl - 11.09.2007, 06:12
Das Prinzip Arche Noah - Eva Herman gefeuert
Zitat: Kurzbeschreibung
Hohe Scheidungsraten, verwahrloste Kinder, gewaltbereite Jugendliche: Der Zerfall der Familie bedroht nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch den einzelnen. Dabei könnte die Familie unsere Arche Noah sein. Das neue Buch von Eva Herman ist ein streitbares Plädoyer für eine Familie, die wieder im selben Boot sitzt, für eine neue Art von familiärer Vertrauenskultur. Damit Eltern und Kinder wieder den Mut haben, soziale Kompetenz zu leben.
Eva Herman, Tagesschau-Sprecherin und Talkshow-Moderatorin sowie mehrfache Buchautorin wurde nun kurzerhand vom NDR gefeuert. Grund dafür ist eine Aussage aus der Vorstellung ihres neuen Buches "Das Prinzip Arche Noah".
Am Wochenende hatten mehrere Zeitungen berichtet, dass Eva Herman bei der Vorstellung ihres neuesten Buches in Berlin den Umgang der Nationalsozialisten mit Werten wie „Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt“ als „das, was gut war“ bezeichnet habe. Dem NDR gegenüber bestätigte Eva Herman ihre dazu in der „Bild am Sonntag“ zitierte Aussage.
Zitat: Unsere Großmütter und Väteer stellen sich indes die berechtigte Frage, was aus unserem Verständnis von Zusammengehörigkeit geworden ist.
Dazu würde es gar nicht erst kommen, wenn sich die Familie wieder ihrer bewusst würde. Wenn sich Eltern wieder intensiver um die Erziehung des eigenen Kindes kümmern würden. Ihm beibringt, Verantwortung dem Nächsten gegenüber aufzubringen. Natürlich zieht in so einem Fall eines der beiden Elternteile den freiheitlich selbstverwirklichenden Kürzeren und verbringt seine überwiegende Zeit schlicht und ergreifend mit der Erziehung der eigenen Nachkommen. Ist daran irgendetwas auszusetzten?
( Phillinger: http://www.abendblatt.de/appl/forum/showpost.php?p=22605&postcount=38 )
tara - 11.09.2007, 06:50
hallo girl :)
in einem anderen forum haben wir uns wegen herrmans ansichten wochenlang in den haaren gelegen ;)
ich bin der meinung , daß sie recht hat (nur das mit den nazis hätte sie sich sparen können ....)
das hauptarument gegen herman war damals , daß sie die frauen wieder an den herd zurück drängt und die frauen wieder , sozusagen , versklavt.
nur ich seh das so - ob ich jetzt von einem arbeitgeber oder von der familie versklavt werde ist doch eigentlich schon wursch .
ich persönlich lebe herrmans konzept schon über 20 jahre , nur gehört da ein partner dazu auf dem man sich verlassen kann und der auch genügend knete nach hause bringt .
bei genügender sparsamkeit und weniger konsumwahn könnten aber sicher viel mehr frauen bei den kindern bleiben , denk ich mal ....
grüße
tara
Thomas - 11.09.2007, 09:29
soso... tara und girl streiten sich in "anderen Foren"... :roll:
Also, betrachten wir die Auseinandersetzung mit Eva Hermann doch mal auch einem anderen Blickwinkel:
1. Die Geschlechter sind gleichberechtigt
2. Die Familie ist die Keimzelle eines ethischen, moralischen, soziologischen, ökonomischen und politischen Zusammenlebens
3. Erste Elternpflicht sollte es ein, den Kindern Liebe, Geborgenheit, Bildung und Ausbildung zu geben.
In der Mehrzahl der in Deutschland lebendfen Familien kann man heutzutage davon ausgehen, dass ohne den Doppelverdienst, also ohne dass beide Elternteile arbeiten, Kinderarmut die Regel ist. Andererseits kann es als soziologisch erwiesen angesehen werden, dass Kinder die in ihren ersten Lebensjahren keine Bindung mindestens zur Mutter aufbauen können, seelisch vereinsamen. Die Auswahl, die die Eltern in solchen "bösartigen Zeiten" zu treffen haben, heisst also: Entweder den Kindern ein Mindestmass an materiellem Wohlstand gewähren zu können, oder aber den materiellen Wohlstand der Kinder zu vernachlässigen und dafür wenigstens für seelischen Wohlstand (durch Geborgenheit) zu sorgen.
Vor diesem Hintergrunmd ist es verständlich, wenn Frau Eva Herrman die vermehrte Zuwendung eines Elternteils an die Kinderchen fordert - ob dies nun immer und zwangsläufig die Mutter sein muss, ob nicht auch der Vater sich ab eines bestimmten Lebensalters des Kindes nicht ausschliesslich um das Kind kümmern kann, muss die Familie im Einzelfall entscheiden.
Um den Kindern jedoch seelischen und materiellen Beistand zu gewähren, müsste die Schlussfolgerung anders lauten: Nämlich die Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl die Zuwendumng beider Elternteile zu den Kindern als auch die Existenzabsicherung der Familie ermöglichen. Diese Rahmenbedingungen zuschaffen ist Aufgabe der gesamtem Gesellschaft und fängt bei "Kleinigkeiten" wie Mindestlohn, paritätische Unternehmenbeteidigung von Managern, Angestellten, Arbeitern an, führt schliesslich zu der Forderung allen Kindern gleichermassen Bildungschanchen zu eröffnen, die jedes Kind dazu befähigen mindestens ein fachgebundes Abitur mit paraleller Handwerks- oder Industrieausbildung zu erreichen. Familie wie Gesamtgesellschaft haben weiterhin die Aufgabe den Kindern eine realistische Zukunftsperspektive zu vermitteln, anstatt diese schon im frühsten Alter darauf "aufmerksam zu machen", dass nur der "Lottogewinn" eine Chance auf Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit, Lieblosigkeit und Armut bietet.
Die Geschlechteraufteilung nach dem Muster "Mutter an Heim und Herd, Vater als Arbeitstier zum Gelderwerb" ist heute nicht mehr zeitgemäss.
Hier müssen, um der Anforderung der heutigen Zeit gerecht zu werden, andere Wege her - diese Wege könnten aber einen radikalen Umbau der bestehenden Gesellschaft erfordern - und dazu sind diejenigen unter uns, die mit "den Verhältnissen" ganz beschaulich leben" können, schlichtweg nicht bereit. Genau das hat Frau Hermann mit Sicherheit auch erkannt - und da sie wenig realistische Möglichkeiten zum Umbau der Gesellschaft sieht, hat sie altes, "vorgeblich bewährtes" Konzept aus der Tasche gezogen und neu aufgearbeitet.
Die Forderung von Frau Herrmann, sich mehr den Kindern hinzuwenden, ist zweifellos berechtigt. Ob es dafür aber reicht, alte (und ideologisch missbrauchte) Verfahrensweisen neu aufzupolieren, muss bezweifelt werden.
Liebe Grüsse
Thomas
girl - 11.09.2007, 13:15
Ich streite mich nicht; Meinungen kann man austauschen und sollten respektiert werden - so auch die von Frau Herman. Schliesslich steht dafür auch unser Grundrecht. Ich sehe weder eine Verherrlichung - noch einen Anstoss auf Hinterbliebene; geschweigedenn Hetze oder ähnliches. Für mich klingt es legitim in der Geschichte nach positivem zu suchen, es aufzulisten - daran zu erinnern - nötigenfalls zu appellieren und schlechtes zu verwerfen. Nichts anderes haben wir seit Anbeginn der Menschheit versucht zu tuen; obgleich natürlich auch immer wieder schlechtes verfolgt und umgesetzt wurde - keine Frage. Wir lernen aus groben Fehlen; aber eben auch aus Dingen die richtig wahren (oder eben besser). Sich allerdings hinzustellen und alles was in eine bestimmte Epoche fiel kleinzureden, gar zu zermartern zeigt lediglich wieder einmal das Ambivalenz nicht nur ein lateinisches Fremdwort ist sondern auch und insbesondere, das ein demokratisches Gerüst so im Ansatz zusammenfallen lässt wie ein Kartenhaus - nur mit dem Unterschied, das die Opfer dieses Erdbebens es vor Blind- u. Gefühlslosigkeit nicht mal wahrnehmen.
In dem derart Meinungen wie die der Frau Herman dem Erdboden gleich gemacht werden, ist es immer geschehen und somit wird sich auch Bewertes nicht durchsetzten können. Wir werden dirigiert - nach Noten die andere geschrieben haben. Wer den falschen Ton trifft wird vom Orchester ausgeschlossen und darf sich in die Fussgängerzone mit nem Klingelbeutel stellen.
tara - 11.09.2007, 14:11
hallo thomas :)
soso... tara und girl streiten sich in "anderen Foren"...
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nein nein , das war mißverständlich ausgedrückt , nicht girl und ich , sondern ICH und die user des anderen forums .
da es sich dort um "sehr emanzipierte" frauen handelt , waren/sind hermans ansichten sehr verpönt .
thomas schrieb ...
Um den Kindern jedoch seelischen und materiellen Beistand zu gewähren, müsste die Schlussfolgerung anders lauten: Nämlich die Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl die Zuwendumng beider Elternteile zu den Kindern als auch die Existenzabsicherung der Familie ermöglichen. Diese Rahmenbedingungen zuschaffen ist Aufgabe der gesamtem Gesellschaft und fängt bei "Kleinigkeiten" wie Mindestlohn, paritätische Unternehmenbeteidigung von Managern, Angestellten, Arbeitern an, führt schliesslich zu der Forderung allen Kindern gleichermassen Bildungschanchen zu eröffnen, die jedes Kind dazu befähigen mindestens ein fachgebundes Abitur mit paraleller Handwerks- oder Industrieausbildung zu erreichen. Familie wie Gesamtgesellschaft haben weiterhin die Aufgabe den Kindern eine realistische Zukunftsperspektive zu vermitteln, anstatt diese schon im frühsten Alter darauf "aufmerksam zu machen", dass nur der "Lottogewinn" eine Chance auf Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit, Lieblosigkeit und Armut bietet.
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das sollten sich die politiker über die betten hängen !
es müßte sich wirklich grundlegend etwas ändern , nur hab ich leider das gefühl , daß es so nicht werden wird :?
grüße
tara
Thomas - 11.09.2007, 15:39
Die Politiker, liebe Tara, hängen sich ihre Bestechungsgelder über`s Ehebett... :cry: :roll: :evil: :(
Aedin - 11.09.2007, 15:54
Der Grundgedanke ist es um was es geht, und der liegt doch hier in der Familie als solches. Ich bin bestimmt kein Fan der NS Zeit und vielleicht hätte sich Frau Herman das auch einfach schenken sollen....aber es muss ja alles immer gleich so zerpflückt werden.... :roll:
Mir fällt dazu nur eines ein: wenn der Respekt fehlt, helfen auch keine Vergleiche. Früher hielten die Ehen, aber wieviele Ehen waren durch Gewalt geprägt, hat das "Oberhaupt" der Familie, selbige tyrannisiert.
Nun bin ich auch keine Emanze, aber es kränkelt doch und das ist nur meine bescheidene Meinung, ganz gewaltig im Geäst.
Aber eines ist wohl richtig: wer kein "geordnetes" Zuhause kennen lernen durfte, dem wird es später auch nicht gelingen eines zu schaffen.
M.E. gehört eine Mutter zu ihren Kindern, vor allem in den ersten Jahren und dafür sollte der Staat endlich mal sorgen. Es jungen Familien ermöglichen, von einem Gehalt leben zu können.
Frauen die Karriere machen wollen: bitte schön sollen sie, sollten sie schwanger werden sollten sie aber dann auch ihrer Mutterrolle gerecht werden. Genauso wie es ermöglicht werden muss, dass endlich mal gleiche Löhne für gleiche Arbeit gezahlt werden, da hängt es nämlich auch noch sehr in unserem hach so modernen und aufgeklärten Deutschland.
Was ist so schlimm daran wenn sich eine Frau für die Kinder und den Herd entscheidet ? Ich finde es prima aber es sollte endlich auch einmal gewürdigt werden, denn anerkannt werden ja nur Arbeitsjahre bei der Rente und dann hat die Frau die Jahre lang die Familie versorgte, das nachsehen....
...und Kinder denen die Mutterliebe fehlt gibt es zur genüge und nicht nur, weil die Mütter mit arbeiten gehen müssen, soetwas gibt es auch intern in den Familien selbst. Was aber wieder ein anderes Thema wäre...
Aedin
Eginolf - 14.01.2008, 20:14
Re: Das Prinzip Arche Noah - Eva Herman gefeuert
girl hat folgendes geschrieben: Am Wochenende hatten mehrere Zeitungen berichtet, dass Eva Herman bei der Vorstellung ihres neuesten Buches in Berlin den Umgang der Nationalsozialisten mit Werten wie „Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt“ als „das, was gut war“ bezeichnet habe. Dem NDR gegenüber bestätigte Eva Herman ihre dazu in der „Bild am Sonntag“ zitierte Aussage.
Mit dem NS-Vergleich hat man sie in die Falle gelockt, und sie ist reingepurzelt. In Deutschland ist heute noch immer jedes tolerante Gespräch über Fazetten der Nazis sowie der Juden verpönt. Wer sich über den Libanonkrieg empört, wird als Antisemit beschimpft. Wer was über die Nazis sagt, egal was, wird als Nazi beschimpft. Deutschland hat seit 1945 zu keiner Gesprächskultur über diese Themen gefunden. Haben die Nazis nicht den Muttertag eingeführt, den wir noch immer feiern? Darf ich das erwähnen, oder werde ich dann rausgeworfen? Was Kerner an Herman zelebriert hat, war ungustiös, und seither ist mir der so sehr hochintelligente Talk-Master etwas suspekt geworden. Man hat Herman in die Falle gelockt, wie gesagt. Man kann einfach nicht differenzieren. Alles, was Nazis jemals gemacht haben, kann nur teuflisch sein. Dazu hat Hollywood viel beigetragen.
Und der Muttertag?
p.s. ich mag keine Nazis. Ich mag keine FPÖ, BZÖ oder FDP. Ich mag keinen CIA, KGB (bzw. FXX) oder Mossad. Ich mag keinen Bush, Olmert, Musharraf, Mugabe, etc, keine Diktaturen und Militärjuntas. Ich mag auch keine kastrierte UNO.
girl - 14.01.2008, 20:40
Guten Abend Eginolf :) Herzlich Willkommen
Zitat: Haben die Nazis nicht den Muttertag eingeführt, den wir noch immer feiern? Darf ich das erwähnen, oder werde ich dann rausgeworfen? Ich weiss es wäre unhöflich mit einer Gegenfrage aufzuwarten, deshalb lass ichs ;)
Nein, jedenfalls bei mir nicht und ich kann - glaube ich - auch hier für einige andere sprechen, wenn ich sage "Nein, s'ist okay". In Anbetracht der momentan aktuellen Wahlkampfdebatten werde ich mich hüten den Mund zu halten. Denn wenn die parlamentarische Immunität dafür Sorge trägt das keiner zur Rechenschaft gezogen werden kann, dann kann auch niemand dafür Sorge tragen mir den Mund zu verbieten - egal um was es dabei geht. Die letzten Tage hatte ich auch eher mit meiner Wortwahl zu kämpfen. Mittlerweile wird aber gegen alles rebelliert, also von dem her passt's schon. Jeder kann, tut und darf :D
Zu Deinem Thema:
Wo ist denn Kerner und Schreinedingsa jetzt wo es im Wahlkampf ja schliesslich auch um Zucht und Ordnung geht? *gg* Da haben wir sie wieder... unsere typisch anerzogene deutsche Doppelmoral.
Eginolf - 15.01.2008, 18:54
Hab nix gegen eine Gegenfrage: immer raus damit. ;)
Wieso Wahlkampf? Gibt's in D schon wieder Wahlen? Die Merkel ist doch grad erst aufmarschiert.
Thomas - 15.01.2008, 19:00
Lieber Eginolf (erstmal herzlich willkommen auch von mir :wav: )
Der Herr Koch (CDU), Ministerpräsident des Bundeslandes Hessen, kämpft derzeiot um seine Wiederwahl - und hat sich das Feindbild Ausländer, genauer "kriminelle jugendliche Ausländer" ausgesucht. Du kennst Herrn Koch nicht - macht nix; stell Dir Haider in hessischer Mundart vor....
Eginolf - 15.01.2008, 19:12
Naja, Haider ist ... (gelöscht). :D
Danke für das Willkommen. Gibt es einen "Scheffe" hier? ;)
Thomas - 15.01.2008, 19:31
Chef/Cheffin....?????? Na klar: Aaaaaayyyyyyyshaaaaaa (Aysha) - ìs `ne ganz liebe, und absolut ohne Chefallüren :!: :!: :!: :occa3: :pop: :caaaf: :trink: :ang:
Aysha - 20.01.2008, 18:13
Jaaaa huhuhu Eginolf :D :D :D :D
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