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Wimmi - 23.07.2007, 08:59
Setup - Test - Crash - miese Qualität
Hi Freaks,

ich habe ein WE hinter mir das ich am liebsten vergessen möchte: der erste richtig kapitale Crash mit der fliegenden Kreissäge, leider nicht mit meiner eigenen sondern mit der meines besten Kumpels, Best-Buddy.
Zur Geschichte:
Nachdem der Vogel meines Kollegen mal glatt durch den Gardena Schlauchwagen geflogen war, kam der Vogel nicht mehr richtig in die Luft und vergnügte sich nur noch mit Bielmann-Pirouetten. Neues Chassis, Schaumwaffeln, aber vor allem die Einstellungen hielten Best-Buddy vom Fliegen ab. Seine großen Augen wenn ich flog konnte ich am Samstag nicht mehr ertragen und hab ihm mal meine Funke samt Vogel in die Hand gedrückt. Er war nachher auch gleich wieder Feuer und Flamme, holte seinen flügellahmen Vogel aus dem Kofferraum (diesmal GFK Blätter!!) und sagte : "Mach! Stell ihn ein!" Dauerte nicht lange, dann hatten wir den Vogel gründlich inspiziert und eingestellt. Erster Testlauf war dann vorsichtiges und zärtliches Streicheln der Grasnabe, also hoovern. Buddy meinte, alles ok, ich sagte "gib mich ma datt Teil" und das Schicksal nahm seinen Lauf. Mal kurz aus dem Bodeneffekt raus und die Pirouetten waren wieder zu sehen. Trimmung rein, Nick und Roll noch getrimmt und die Kiste stand in der Luft. Paar langsame Kurven zum Testen, uuups, mächtig agil der Vogel, Pitchlimit elektronisch zurück genommen, mal sehen was der Gyro so drauf hat bei kurzen abrupten Lastwechseln, minimale Veränderung am Gas --- und der Vogel teleportierte sich in Bruchteilen einer Sekunde auf 5 m Höhe. Gas kurz zurück genommen und der Vogel fiel wie ein Stein zu Boden, abgefangen, das Trudeln ausgeglichen und alles gleich nochmal weil ich es nicht glauben konnte. Nur hatte ich beim 2ten Versuch nicht mehr soviel Glück: verknüppelt, Sturzflug aus 4-5 m Höhe und Einschlag mit dem Akku voran in die Grasnabe. Ein Bild des Aufpralls hätte für eine Explosionszeichnung herhalten können... Aber der Gyro war gut eingestellt, das Heck stand.
Ergebnis: ein gebrochenes Chassis, ein zusammengefaltetes Heckrohr, Welle krumm, Stabilisatoren über die Wiese verteilt und Best-Buddy mit total bleichem Gesicht fassungslos mit den Resten seines Vogels auf dem Arm auf dem Weg um die diese zur letzten Ruhestätte zu tragen. Und ich selber hätte mich am liebsten in den Boden geschraubt. Meine Beteuerungen "das kriegen wir schon wieder hin, ich kümmere mich drum" fruchteten nicht. Erst am Sonntag konnte ich Best-Buddy wieder zum Basteln überreden. Einige Ersatzteile hatten wir bei, das Chassis wurde mit Kabelbindern stabilisiert und im Laufe des Tages konnte Phoenix wieder aus der Asche entstehen. Hoovern klappte gestern Nachmittag schon wieder, aber ich packe die Kiste nicht mehr an.
Soweit zu "Setup - Test - Crash". Jetzt noch etwas zum "warum ist es denn passiert". Ich hatte den Vogel genau wie meinen eigenen mechanisch eingestellt. Pitch mit ca. -4 bis knapp 8 Grad, symmetrisch für 3D und alles wie gehabt. Die elektronischen Einstellungen an der Funke (Walkera-701, die neue) also DIP #10 mit Pitch-Limit und Pitch-Inkrement ebenfalls. Und da scheiden sich die Geister: während meine Funke das V2 Poti auf MAX fordert damit ich überhaupt mal einen abrupten Lastwechsel verspüre, erzeugt die andere Funke weit unterhalb der Mittelstellung Poti V2 schon Power und sehr dynamisches Verhalten. Ansonsten sind an beiden Vögeln die Komponenten identisch. Toleranzen an den Komponenten können die extremen Unterschiede in der Agilität nicht ausmachen, dafür waren die Unterschiede zu groß.
Jetzt noch was zur Qualität:
wir haben an dem Vogel gestern sofort auch das HZR inklusive Motor-Ritzel getauscht. Dazu haben wir ein Bauteil benutzt das ich gerade letzte Woche bestellt und bekommen habe, Neuware, verschweißte Verpackung HM-xyz Aufkleber dran. Anscheinend gibt es jetzt von Walkera fertig verpresste HZRs mit Freilauf. Nur, das Lager wurde vom Werk aus falsch eingepresst, hatte also nicht die richtige Laufrichtung. Und fehlerhaft war das Lager auch sofort da die Sperrung/Mitnahme der Hülse in Laufrichtung nicht funktionierte bzw. bei gewissen Drehzahlen aussetzt. Mittlerweile ist dies das 3te fehlerhafte Freilauflager das mir unter die Hände geriet. Zwei Lager haben sich während des Fluges verabschiedet, das dritte hebt nun schon nicht mehr vom Boden ab. Achtet darauf wenn ihr das HZR wechselt!

Übrigens: heute Nachmittag kommt Best-Buddy bei mir vorbei, zum Fliegen!

Tschöhh!

Wimmi
hubijogi - 23.07.2007, 11:58

Aua,das tut weh!!!
So sieht mein grosser momentan auch aus,aber es ist meiner und nicht der des Kumpels.das ist ja noch schlimmer.Mein Beileid habt IHR!
Gruss JOGI
puto - 23.07.2007, 15:06

hi,
mal ne blöde frage:
kann man bei einem HZR mit falscher laufrichtung nicht einfach das HZR umdrehen?
hubijogi - 23.07.2007, 15:52

Nein,geht nicht.Da muss man die Hülse wieder auspressen.
Gruss JOGI
KAL - 23.07.2007, 21:07
Re: Setup - Test - Crash - miese Qualität
Hi Wimmi,
mein Beileid zum Crash.

Wimmi hat folgendes geschrieben: Toleranzen an den Komponenten können die extremen Unterschiede in der Agilität nicht ausmachen, dafür waren die Unterschiede zu groß.

Die Komponenten wohl nicht, aber die mechanischen Grundgegebenheiten
wie z.B. die Einstellung der Pitchschubstange. Rotordrehzahl und -blätter
ändern auch vieles.
Deshalb gibt's ja auch keine "Grundeinstellung" für die Funke, wie sie die
Newbies immer haben wollen.

Allzeit guten Flug
KAL
gothicghoster - 23.07.2007, 22:15

Das mit dem Freilauf , der nicht greifen wollte , kenne ich schon !

Motor dreht an , nimmt kurz die Rotorblätter mit , die kippen durch den kurzen schlagartigen Anlauf nach hinten , dann greift wieder der Freilauf/Mitnehmer und die Blätter hauen auf den Heckausleger .

Grrrrrr.

Hat jemand eine Lösung des Prob. ?

Da ich erstmal mit dem Gashebel (wie beim DF4) arbeiten möchte , habe ich keine Lust , Teile zu kaufen nur weil ein Teil seine arbeit nicht richtig macht .
Wimmi - 24.07.2007, 09:03

Hi gothicghoster,

Zitat: Hat jemand eine Lösung des Prob. ?

Ich sortiere jetzt meine gebrauchten Freilauflager und verwahre mir die Besten für die nächste Reparatur. Die Probleme hatte ich in letzter Zeit mit nagelneuen Lagern. Keine 20 Akkuladungen, dann waren die platt und haben das HZR gefräst.

@KAL:

Zitat: Die Komponenten wohl nicht, aber die mechanischen Grundgegebenheiten
wie z.B. die Einstellung der Pitchschubstange. Rotordrehzahl und -blätter
ändern auch vieles.

Klar, solche Unterschiede können zu Leistungsunterschieden führen. Aber ich bin mir sicher, dass die mechanische Einstellung weitestgehend identisch ist. Rotorblätter, Drehzahl, Motorsystem, Regler, Reglertiming ist identisch. Testen könnte man das, indem man die Rotorköpfe und Funken nacheinander mal tauscht. Aber dabei ändern sich natürlich auch wieder die Einstellungen des Gesamtsystems, was eine Interpretation der Ergebnisse verfälscht.


Gruß

Wimmi
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