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Alle Beiträge und Antworten zu "eine geschichte ohne ende?"

Re: eine geschichte ohne ende?

maricky - 29.11.2007, 20:38
eine geschichte ohne ende?
hallo!
ich kämpfe jetzt schon viele jahre gegen meine erinnerungen und hätte eigentlich nie gedacht, dass es einen ein leben lang begleiten wird.
die diagnose ptbs hab ich allerdings auch erst vor zwei wochen das erste mal in meinem leben gestellt bekommen. vorher war ich immer der meinung, ich hätte "stimmungsschwankungen" und habe mich immer gefragt, was ist nur los mit mir? warum komm ich mir anders vor als die menschen um mich herum?warum bin ich heut total happy und gut drauf, und morgen ist alles nur noch dunkel, schwarz, traurig und ich falle in ein tiefes loch. ich hab nie gedacht, dass der grundstein für diese´ganzen gefühle schon in meiner kindheit gelegt wurde und dass es vielen menschen so geht wie mir.
ich hab jetzt einen psychologen aufgesucht und fange nächste woche bei ihm mit einer therapie an. ich hoffe, dass ich es mit seiner hilfe noch in diesem leben schaffe zu leben und nicht nur zu existieren.
liebe grüsse maricky

Re: eine geschichte ohne ende?

Syriana - 30.11.2007, 22:36

Hallo Maricky,

Ich kann Dir momentan nicht sehr viel schreiben, ein ander mal sicher mehr. Doch ich hoffe wirklich sehr ,dass dir die thera auch was bringt, und hoffe für Dich, dass Du es da gut hast.

Syriana

Re: eine geschichte ohne ende?

johnjohn - 17.01.2008, 23:32

Hallo maricky,
hoffe, es ist mit gutem Ende.
Sprichst mir eigentlich aus der Seele.
Erst wie ich über PTBS las, bekam alles irgendwie einen Zusammenhang, das lässt mich entschieden hoffen, - für uns alle.
Du sagst: "schaffe zu leben und nicht nur zu existieren", ja, so ist es.
Ich möchte Klarheit haben, es weghaben, frei sein.
Habe so viele Gedanken, wo ist der richtige?

schön, das ich dies lesen durfte
danke
johnjohn

Re: eine geschichte ohne ende?

MonaLisa - 05.04.2008, 16:48

Ich muß mit der Diagnose "traumatisiert" seit letzten Dezember leben. Es ist schwer. Manchmal denke ich nur noch: hat das jemals ein Ende?

Mein Freund wurde als Kleinkind traumatisiert. Heute ist er Anfang 40, es ist leider noch immer nicht vorbei. Er arbeitet sehr an sich, ist ein Kämpfer. Als ich die Diagnose bekam kamen viele Gespräche mit ihm darüber durch.

Mein Problem ist, daß wir noch nicht wissen, was genau mein Trauma ist. Ich habe ein Mobbingtrauma, das ist klar, sogar mir. Aber das eigentlich Trauma war in der Kindheit. Meine Familie schweigt.

Weißt Du Dein Trauma? Du mußt es nicht nennen.

Mona Lisa

Re: eine geschichte ohne ende?

sigria - 15.04.2008, 13:59
Mit PTBS leben
Hallo MonaLisa,

komplizierte Sache das. Ich hatte zuerst Angststörung. Dann Panikstörung mit Agoraphobie. War fröhl. in amb. PT und dachte, es sei erledigt. Dann kam es irgendwann faustdick und ich musste stationär. Dort haben sie Test gemacht und bumm, gleich eine komplexe PTBS gestellt. O.k., Traumagruppe, Einzelgespräche. Konnte nicht sprechen; jedesmal ging die Stimme weg und kam mehrere Tage nicht wieder. Erinnerungen hatte ich wenig, aber die waren klar. Aus der KLinik entlassen als "nicht geheilt". Drei Jahre später habe ich mich zu einer Traumatherapie entschlossen. Wir haben EMDR gemacht und wenn ich nicht sprechen konnte zeichnete ich das Gesehene. Das war der Oberhammer. Ich hätte es anders nie erinnert. Und dann kam die Diagnose dazu, dass ich mehrere Persönlichkeitsanteile habe. Ich weiß nicht, ob es ein Ende hat. Ich denke, es wird mit der richtigen Therapie klarer, besser steuerbar und Du lernst mit der Zeit damit zu leben. Vor einer solchen Therapie kann ich allerdings auch erst mal nur warnen. Das was dabei rauskommen soll irgendwann ist sicher gut, aber man nimmt dafür viel in Kauf. Insgesamt mache ich jetzt so ca. zehn Jahre lang Therapie. Und bin noch nicht da angekommen, dass ich sagen könnte: ich tue mehr als überleben. Aber ich habe ganz große Hoffnung auch wenn es mir noch immer den Boden unter den Füßen wegzieht, wenn ich mir mein Leben so angucke.

Machst Du Therapie? Hattest Du Tests? Hast Du mal unter therapeutischer Hilfe einen Lebenslauf geschrieben?

Liebe Grüße
sigria

Re: eine geschichte ohne ende?

MonaLisa - 15.04.2008, 15:46
mein Trauma
Danke für die Antwort. Ich habe noch nicht spezielle Therapie gemacht. Aber ich mache eine Verhaltenstherapie. Dort wurde auch die Diagnose gestellt. Wir reden über eigentlich Alles. Die Belastungen in meinem Leben. Ich habe Bücher von L. Reddemann gelesen. Manchmal habe ich Alpträume, auch immer wieder Panikattacken. So richtig kann ich mich mit der Diagnose nicht abfinden, maximal akzeptieren.

Mona Lisa

Re: eine geschichte ohne ende?

sigria - 15.04.2008, 20:50
PTBS
Hallo MonaLisa,

hattest Du nicht auch an anderer Stelle von einer Borderlinediagnose berichtet?

Abfinden solltest Du Dich auch auf keinen Fall mit einer Diagnose. Ich finde, sehr viel wichtiger ist auch die Frage: "Wie damit leben?" Ich denke, gerade zur Zeit wird ja auch viel diskutiert über eine Zusammenlegung von Diagnosen. Also so habe ich beispielsweise ein Buch, welches Skills für PTBS und Borderline-Patienten gemeinsam enthält. Wie auch immer das Kind schließlich heißt, wesentlich finde ich, was macht es mit Dir und was kann Dir helfen?

Wenn man noch nicht so gefestigt ist, das Trauma zu bewältigen, dann kann es auch sehr hilfreich sein zuerst mal mit den Symptomen fertig zu werden. Wenn man zu früh dran geht oder zu schnell, dann ist das oft mehr als die betroffene Person ertragen kann. Ich denke, Du bestimmst das Tempo, weil auch nur Du weißt, wie viel Du ertragen kannst.

Was macht Dir an der Diagnose selbst solche Schwierigkeiten? Und wie kam es dazu? Wenn Du es überhaupt hier erzählen willst.

Gruß
sigria

Re: eine geschichte ohne ende?

MonaLisa - 16.04.2008, 08:49

Gefestigt bin ich schon. Für mich war es allerdings ein Schock solch eine Diagnose zu bekommen. Ein Freund von mir ist traumatisiert, er hat mir viel erzählt. So langsam kann ich es akzeptieren. Ich mache eine Verhaltenstherapie. Es kann sein, daß nichts "Heftiges" hochkommt. Das wäre sogar besser so. Kritisch wird es für mich, wenn ich gemobbt werde. Dann kann ich kaum noch weitermachen. Wenn es mir finanziell wieder besser geht werde ich wohl daran arbeiten. Mit Fachleuten. Eine Selbsthilfegruppe hat mir mein Therapeut nicht empfohlen. Wegen der Triggergefahr. Im Moment kümmere ich mich um meine berufliche Zukunft. Ich will wieder Bewerbungen schreiben. Die letzten Monate war ich in einem Lehrgang.

Mona Lisa

Re: eine geschichte ohne ende?

Dany - 28.08.2008, 08:17

Hallo Mona Lisa ,
auch bei mir ging es letztes Jahr los mit der PTBS . :( Ich wußte gar nicht das es so was gibt - geschweige den was das ist ! :shock: Fakt war das es mir sehr schlecht ging 1. Therapeut war eine katastopfe :? , meine heutige ist auf Trauma spezialisiert :D und gab mir den Rat das Buch : Traumareaktionen verstehen und Hilfe finden :!: , zu kaufen und das hat mir sehr geholfen zu verstehen was mit mir los ist und was ich tun kann . :idea:
Kann das Buch nur empfehlen ,ist einfach klasse!!!!!!!!!!!!! :lol:
Noch was es gibt wenige Trauma-Spezialisten , aber es gibt Sie und die krankenkasse übernimmt auch normalerweise die kosten ! :) Erkundige dich doch mal bei deiner Krankemkasse ,welcher Thera in deiner nähe ist und wie lange die Wartezeit bis zum ersten termin ist : Das ist oft sehr lange -aber ich hoffe du hast Glück und du findest schnell eine(n) Thera . Alleine schafft man das meistens nicht -leider ! :( Wünsche Dir fur deine Berufliche Zukunft alles gute :D ,aber vergiss nicht deine Persönliche Zukunft :wink: , wünsche Dir das Du mit Deiner PTBS zurecht kommst :) und Du alleine bestimmst das Tempo, weil auch nur Du weißt, wann der richtige zeitpunkt für etwas ist ! :!:
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